Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Syphilis und andere sexuell übertragbare Infektionen in NRW

Die Anzahl der Syphilis-Meldungen aus Nordrhein-Westfalen ist 2018 mit 1.796 Meldungen hoch (2017: 1.801). Im Vergleich zum Vorjahr hat jedoch insgesamt keine Steigerung mehr stattgefunden.

Eine besonders hohe Anzahl an Meldungen sind in den Gebietseinheiten Köln (465) und Düsseldorf (126) sowie im jeweiligen Umland zu verzeichnen.

Von 1.796 Meldungen waren 1.138 mit dem Übertragungsweg "Männer, die Sex mit Männern haben" versehen, 229 mit dem Übertragungsweg "Heterosexuelle Kontakte", 24 mit "Kontakt zu Prostituierten", 13 mit "Ausübung von Prostitution und 392 mit "nicht erhoben".
Die Anzahl der Meldungen zum Übertragungsweg "Männer, die Sex mit Männern haben" nahm von 2017 zu 2018 um 8 Prozent zu.

Geschlecht: Die überwiegende Anzahl der Meldungen (1.660) sind Männer, 136 sind Frauen.

Bei Männern sind die Altersklassen von 25 bis 54 Jahren stark betroffen; bei Frauen finden sich in den Altersklassen von 20 bis 39 Jahren die meisten Meldungen pro Jahr.

Die Inzidenz (Anzahl der Fälle pro 100.000 Einwohner*innen) liegt in Nordrhein-Westfalen 2018 bei 10,02 (vgl. Deutschland 2018: 8,85)

Alle Angaben enstammen der webbasierten Abfrage des Robert Koch-Instituts, SurvStat@RKI 2.0, Abfragedatum: <03.02.2020>.

Mehr lesen Sie hier (PDF).

Wenn Sie sich zur deutschlandweiten Entwicklung der Syphilis informieren möchten, finden Sie das Epidemiologische Bulletin des Robert Koch-Institutes vom 12. Dezember 2019 unter rki.de. Eine Kurzzusammenfassung des Bulletins finden Sie hier.


Syphilis und HIV-Prävention


Der Syphilis kommt in der HIV-Prävention eine besondere Bedeutung zu. Sie ist eine relativ stark verbreitete und leicht übertragbare Infektion, die die Wahrscheinlichkeit, sich mit HIV zu infizieren um den Faktor 2-4 erhöht.

Die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW NRW hat 2013 Empfehlungen zur HIV-Prävention vor dem Hintergrund der Entwicklung der Syphilis in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht, um sowohl die Akteurinnen und Akteuren der HIV-Prävention in den Kommunen und der Freien Wohlfahrtspflege als auch die Behandlerinnen und Behandler in Kliniken oder niedergelassenen Praxen für die Bedeutsamkeit der Information, Prävention und Therapie zu sensibilisieren.

Die Empfehlung finden Sie hier.


Wo finden Sie mehr zu sexuell übertragbaren Infektionen?

Mehr Informationen zu sexuell übertragbaren Infektionen finden Sie unter aidshilfe.de, liebesleben.de und unter zanzu.de.