Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

HIV und AIDS in NRW

In Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2019 nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes 540 Neuinfektionen zu verzeichnen. Dies sind etwa 10 Infektionen mehr als im Jahr 2018. Ca. 450 Personen sind Männer (Veränderung zu 2018: +5), etwa 90 Personen Frauen (Veränderung zu 2018: +5).

Rund 340 Personen haben sich über mann-männlichen Sex infiziert (Veränderung zu 2018: -5). Etwa 120 Personen haben sich über heterosexuelle Kontakte infiziert (Veränderung zu 2018: +10). Rund 80 Personen haben sich über i.v. Drogengebrauch infiziert (Veränderung zu 2018: +10).

Am Ende des Jahres 2019 lebten rund 17.700 (Schwankungsbreite: 16.500 - 19.000) Menschen mit HIV oder AIDS in NRW. Etwa 14.300 sind männlich, etwa 3.400 weiblich. Der Anteil der Menschen mit HIV, die von ihrer Infektion wussten, betrug 87 Prozent (2018: 88 Prozent). Der Anteil der Menschen mit HIV, die von ihrer Infektion wussten und eine antiretrovirale Therapie erhielten, stieg von 93 Prozent (2018) auf 97 Prozent (2019).

HIV-Erstdiagnosen wurden in NRW im Jahr 2018 schätzungsweise 680 (Veränderung zu 2018: -10) gestellt, etwa 230 davon erst bei fortgeschrittenem Immundefekt (keine Veränderung zu 2018). Von den 230 Personen wiesen 110 bereits AIDS-definierende Erkrankungen auf (Veränderung zu 2018: -5). 2019 gab es etwa 100 Todesfälle bei HIV-Infizierten.

Mehr lesen Sie in den RKI-Eckdaten für NRW 2019.
Ausführliche Details zur Situation in Deutschland und Nordrhein-Westfalen finden Sie im Epidemiologischen Bulletin 48/2020 des Robert Koch-Institutes.