Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

HIV und AIDS in NRW

NRW-weit waren im Jahr 2017 schätzungsweise 550 Neuinfektionen zu verzeichnen. Dies sind etwa 55 Infektionen weniger als 2016. Der Anteil der Menschen mit HIV, die Ende 2017 von ihrer Infektion wussten, konnte auf 87 Prozent gesteigert werden. Der Anteil der Menschen mit HIV, die von ihrer Infektion wussten und in Behandlung waren, stieg von 86 Prozent (2016) auf 92 Prozent (2017).

Laut der Eckdaten der Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Deutschland lag die Zahl der Neuinfektionen in NRW Ende 2017 bei etwa 550. Dies sind etwa 55 Infektionen weniger als im Jahr 2016. Ca. 450 Personen sind Männer, etwa 110 Personen Frauen.

Rund 360 Personen haben sich über mann-männlichen Sex infiziert. Etwa 130 Personen haben sich über heterosexuelle Kontakte infiziert. Rund 65 Personen haben sich über i.v. Drogengebrauch infiziert, und damit etwa 5 Personen mehr als 2016.

Am Ende des Jahres 2017 lebten rund 18.600 (Schwankungsbreite: 17.200 - 20.100) Menschen mit HIV oder AIDS in Deutschland. Etwa 15.000 sind männlich, etwa 3.600 weiblich. Der Anteil der Menschen mit HIV, die von ihrer Infektion wussten, betrug 87 Prozent (2016: 86 Prozent). Der Anteil der Menschen mit HIV, die von ihrer Infektion wussten und eine antiretrovirale Therapie erhielten, stieg von 86 Prozent (2016) auf 92 Prozent (2017).

HIV-Erstdiagnosen wurden in NRW im Jahr 2017 etwa 760 gestellt, etwa 270 davon (36 Prozent) erst bei fortgeschrittenem Immundefekt. Von den 270 Personen wiesen 130 bereits AIDS-definierende Erkrankungen auf. 2017 gab es etwa 110 Todesfälle bei HIV-Infizierten.

Mehr lesen Sie in den RKI-Eckdaten für NRW 2017.
Ausführliche Details zur Situation in Deutschland finden Sie im Epidemiologischen Bulletin 47/2018 des Robert Koch-Institutes.