Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Dein Leben - Deine Lust

Unter dem Motto Dein Leben - Deine Lust bieten wir während der zweieinhalbtägigen Fachtagung vier themenspezifische Workshops an. Nähere Informationen zu den Themenschwerpunkten, Inhalten und Referent*innen finden Sie hier in der Übersicht.

Wir wollen in diesem Workshop ganz praktisch an unserem Instagramaccount „Youthwork NRW“ arbeiten. Wir wollen fotografieren, filmen und schreiben. Ihr könnt zu jedem Thema eurer Kreativität freien Lauf lassen. Bringt dazu doch bitte euer Lieblingsmaterial mit. Das können Postkarten, Fragekarten, Methoden sein oder Material aus eurem Koffer. Gerne dürft ihr auch professionelles Equipment (Stativ, Kamera, Beleuchtung, Micro etc.) mitbringen, aber ein Smartphone tut es auch. Wir freuen uns auf einen kreativen Workshop!

Referent*innen:
Daniela Gargan | AWO Wuppertal
Sabine Henke | Diakonie
Cora Nagorny | Aidshilfe Oberhausen

Bist du neu in der sexualpädagogischen HIV/STI-Prävention? Ideal. Denn in diesem Workshop wollen wir alle neuen, fast neuen und immer noch ein bisschen neuen Gesichter willkommen heißen, um in das Netzwerk Youthwork einzuführen. Fragen wie beispielsweise woher dieser Name eigentlich kommt, was hinter der Idee von „Lustfreundlichkeit“ steckt und warum es so viele verschiedene Träger gibt, die die gleiche Arbeit machen sollen beantwortet und diskutiert werden. Darüber hinaus wollen wir ein oder zwei „Lieblingsmethoden“ gemeinsam durchführen und besprechen. Du bist herzlich willkommen, auch wenn du schon einige Jahre dabei bist.

Referent*innen:
Lenny Streit | Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Sexualpädagogik soll alle Adressat*innen unterstützen, sich in ihrer Sexualität selbstbestimmt zu entfalten und sich respektvoll mit anderen Menschen in Beziehung zu setzen. Dies wird durch Diskriminierung eingeschränkt. Dabei ist diskriminierendes Denken und Handeln gesellschaftlich so normalisiert, dass es oft ohne böse Absicht entsteht. In sexualpädagogischen Angeboten wird das u.a. relevant, wenn Teilnehmende sich diskriminierend verhalten, die Materialien problematisch sind oder Sexualpädagog*innen – oft unbeabsichtigt – diskriminierende Normalitätsannahmen wiederholen.

Im Workshop stelle ich Kriterien diskriminierungsreflektierter Sexualpädagogik vor und gehe auf Spannungsfelder zu Arbeitsbedingungen ein. Gemeinsam wenden wir diese Kriterien auf verschiedene Themen an (z.B. Geschlechterverhältnisse, Heteronormativität, Rassismus, Klassismus, Beziehungs-formen, BDSM, sexualisierte Gewalt).

Referentin:
Katharina Debus, Dipl.-Pol., arbeitet in der Jugend- und Pädagog*innenbildung, forschend und publizierend zu Geschlechterverhältnissen, geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, Sexualität, Beziehungsweisen, Diskriminierung und Intersektionalität, u.a. bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung und früher in der HVHS Alte Molkerei Frille.

Wie kann Sexualerziehung an Schulen und Sexualpädagogik mit Jugendlichen die Vielfalt der Geschlechter und Orientierungen aufgreifen diese gegen reaktionäre Bewegungen verteidigt werden? Und vor allem: Mit wem haben wir es bei „besorgten“ Eltern wie „Familienschutz“ und „Demo für alle“ überhaupt zu tun? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Workshops. Geschürt wird eine Moralpanik. Auch unsere Sexualpädagogik wird gezielt aus dem Kontext gerissen und anhand vermeintlicher Auswüchse kritisiert. Auch stürzt sich die Kritik mit teils viral-virtueller Aggression auf einzelne Akteur*innen.  Ziel des Workshops ist:

  • die Strukturen, Vernetzungen und Akteure der sog. Besorgten Eltern kennenlernen
  • gezielte Argumentationen und Strategien entwickeln, um dagegen zu wirken, vor allem aber, um verunsicherte Eltern und Pädagog*innen zu erreichen und zu überzeugen
  • den Mut und die Kompetenz für proaktive Elternaufklärung- und Elternarbeit solidarisch zu fördern

Referent*innen:
Dr. Stefan Timmermanns: Professor (Frankfurt University of Applied Sciences)  für Sexualpädagogik und Diversität in der Sozialen Arbeit. Publikationen: „Sexualpädagogik“ der Vielfalt, Zu seinen bisherigen Forschungsschwerpunkten gehören die Themen Umgang mit vielfältigen Sexualitäten und Identitäten, frühkindliche Bildung, empirische pädagogische Forschung und Sexuelle Bildung / Sexualpädagogik.
Andreas Rau: Staatl. anerkannter Erzieher, Sexualpädagoge und Mentor für Sozial- und Gesundheitswesen.  Youthworker bei der AIDS-Hilfe in Hagen. Youthwork Hagen gehört den häufigen Zielscheiben teils sehr diffamierender und auch hetzerischer Kritik an emanzipatorischer sexueller Bildung.

Montag 22. Juni 2020
9.30 - 10.00 Uhr: Gemeinsames digitales Ankommen
10.00 Uhr: Begrüßung und Projektbericht von Lenny Streit
11.30 Uhr: Pause
12.30 - 14.00 Uhr: Workshops 1A und 1B
14.30 - 17.30 Uhr: Teil 1 Workshops 2A und 2B

Dienstag 23. Juni 2020
13.00 - 16.00 Uhr: Teil 2 Workshops 2A und 2B,

Mittwoch 24. Juni 2020
10.00 - 13.00 Uhr: Letzter Teil Workshops 2A und 2B
13.30 Uhr: Gemeinsamer Abschluss, Feedback und Ausblick