Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Aktionsplan gegen Sucht: Workshop für Antragstellende

Foto: David-W-, photocase.de10. Dezember 2019 (ergänzt am 3. Februar 2020) - Nachdem die Umsetzung des Aktionsplans gegen Sucht NRW bislang breit angelegt war, findet nun, auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Strukturanalyse und der bisherigen fachlichen Diskussionen, eine Schwerpunktsetzung statt. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS NRW) veröffentlicht daher den Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen mit dem Schwerpunkt "Auf- und Ausbau von vernetzter Suchthilfe in Nordrhein-Westfalen".

Ziel der Förderung ist es, dass mehr Menschen die vielfältigen Angebote von Information und Aufklärung, Beratung und Behandlung sowie Integration zu Abhängigkeitserkrankungen in Nordrhein-Westfalen kennen und diese, entsprechend ihres Hilfebedarfs, insbesondere frühzeitiger und möglichst passgenau in Anspruch nehmen.


Workshop zum Schwerpunktthema des Aktionsplans gegen Sucht NRW am 4. März 2020

Das MAGS NRW und die Landesstelle Sucht NRW laden interessierte Antragsstellende zu einem Workshop zum Schwerpunktthema des Aktionsplans gegen Sucht NRW am 4. März 2020 nach Düsseldorf ein.

Beim Workshop werden die Förderkriterien des Aktionsplans sowie bewährte Konzepte zur Evaluation und Förderung von Netzwerkqualität vorgestellt. Zudem können Projektideen konzeptionell weiterentwickelt werden. Der Workshop richtet sich an antragsberechtigte, interessierte Institutionen sowie ihre jeweiligen Netzwerkpartner. Pro Projektidee sind 2-3 Personen zur Teilnahme am Workshop eingeplant. Anmeldung bis zum 19. Februar 2020 anhand des ausgefüllten Formulars.


Aufbau und die Weiterentwicklung regionaler Suchthilfenetzwerke

Gefördert werden der Aufbau und die Weiterentwicklung regionaler Suchthilfenetzwerke, die den Zugang zu den Angebotsbereichen Beratung – Behandlung – soziale und berufliche Teilhabe sowie die Überleitung zwischen den Bereichen durch eine engere Kooperation verschiedener Akteur*innen verbessern. Es sollen nutzer- und zielorientierte "Versorgungspfade" etabliert werden, die für die jeweiligen Zielgruppen leichter zugänglich und passgenauer zugeschnitten sind.

Die Netzwerke können, je nach regionaler Bedarfslage

  • eine kreisweite bzw. eine kreisübergreifende Vernetzung der Suchthilfe bewirken und /oder
  • sektorenübergreifend (Suchthilfe mit z.B. Öffentlichem Gesundheitsdienst, psychiatrische und hausärztliche Versorgung, Altenhilfe, Pflege und Betreuung, Jugendhilfe, Geflüchtetenhilfe, Jobcenter/Arbeitsagentur, JVA-Überleitung, Suchtmedizin und Suchtselbsthilfe) gestaltet werden und/oder
  • integrierte Beratungsangebote vorantreiben, sofern noch getrennte Angebote für die Beratung hinsichtlich legaler und illegaler Suchtstoffe bestehen.

Der Entwicklungsprozess ist grundsätzlich unter Beteiligung der jeweiligen Zielgruppen anzulegen.

 

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