Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Noch eine Woche bis zum Zero Discrimination Day

Logo: UNAIDS22. Februar 2019 - Am 1. März 2019 wird zum sechsten Mal in Folge der Zero Discrimination Day begangen. In diesem Jahr nimmt UNAIDS diskriminierende Gesetze in den Blick. UNAIDS sieht dabei uns alle in der Verantwortung, Diskriminierung zu beenden und entsprechende Gesetze zu ändern.


Diskriminierung von Menschen mit HIV weltweit

In vielen Ländern führen Gesetze dazu, dass Menschen diskriminierend behandelt werden, von wichtigen Angeboten und Dienstleistungen ausgeschlossen sind oder Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheit hinnehmen müssen. Viele Aspekte sind Anlass für Diskriminierungen: Neben HIV auch die sexuelle Orientierung oder Identität, die Herkunft, der Drogenkonsum und vieles mehr.

Gesetze, wie Gesetze zur Sexarbeit, zu gleichgeschlechtlichen sexuellen Beziehungen, zum Gebrauch oder Besitz von Drogen für den persönlichen Gebrauch oder zur Nichtoffenlegung, Exposition oder Übertragung von HIV können durch die Kriminalisierung von Verhalten oder der Identität diskriminieren.

UNAIDS betont, dass Staaten eine moralische und rechtliche Verpflichtung (zum Beispiel im Hinblick auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung) haben, diskriminierende Gesetze abzuschaffen und Gesetze zu beschließen, die Schutz vor Diskriminierung bieten.

Allerdings sieht UNAIDS die Veranwortung nicht nur bei Staaten und deren Parlamenten, sondern auch bei jedem einzelnen Menschen, bei der Zivilgesellschaft sowie Geldgebern und Stiftungen. In der UNAIDS-Broschüre zum Zero Discrimination Day sind daher Handlungsvorschläge für alle zu finden. Mehr lesen Sie unter unaids.org.


Diskriminierung von Menschen mit HIV in Deutschland: Was können wir dagegen tun?

In Deutschland hat sich die Lebenssituation von Menschen mit HIV in den letzten Jahren deutlich verbessert. Trotzdem spielt Diskriminierung im Alltag HIV-Positiver immer noch eine erhebliche Rolle, zum Beispiel erleben sie:

  • Diskriminierungen in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Krankenversicherung
  • Verletzungen der Schweigepflicht und des Datenschutzes im Bereich der (zahn-)ärztlichen ambulanten und stationären Versorgung, der Geflüchteten-Einrichtungen und der Schwangerenversorgung
  • Diskriminierungen im Bereich Arbeit
  • Ausgrenzung, Beleidigungen und körperliche Gewalt im sozialen Umfeld

Die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW hat sich eingehend mit dem Themenfeld "Diskriminierung - Stigmatisierung - Management" beschäftigt und Empfehlungen entwickelt, in welchen Bereichen die örtlichen Haupt-Akteur*innen der HIV/AIDS-Prävention in der Freien Trägerschaft und den Kommunen aktiv gegen Diskriminierung werden können. Die Empfehlungen finden Sie hier.

 

Wussten Sie schon: n = n: nicht messbar = nicht übertragbar?

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