Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Fallseminar "Substanzkonsum bei schwulen Männern", 27.-29.09.2018

Foto: kallejipp, photocase.de8. Mai 2018 - Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet vom 27. bis 29. Juli 2018 in der Akademie Schönbrunn in Markt Indersdorf bei München ein Fallseminar zum Thema "Substanzkonsum bei schwulen Männern: Von Alkohol bis Crystal Meth" an.

Aus dem Ausschreibungstext:

"Sexualität und Drogengebrauch ist für Aidshilfen eigentlich ein "alter Hut". Schon immer haben schwule Männer Mittel eingesetzt, die Entspannung und Enthemmung beim Sex fördern. Allen voran der Alkohol als "soziales Schmiermittel" in der schwulen Szene, mit dem man sich Sexpartner "schön trinken" kann. Poppers stimuliert seit 40 Jahren die Erregung bei flüchtigen sexuellen Kontakten. Hinzu kommen die "alten Bekannten" unter den illegalisierten Drogen wie Marihuana, Koks und Co., um die es bisher weniger Wirbel gab als um die neuen Substanzen von GHB bis Crystal Meth und Co.

Was macht den Reiz aber auch das mögliche Risiko dieser neuen Substanzen aus? In Fortführung unserer Analyse aus dem Seminar "Sucht als Selbstfürsorge" versuchen wir zu verstehen,

  • wie die spezifische Wirkung der Substanz (z.B. Crystal Meth)
  • mit den seelischen Bedürfnissen der jeweiligen schwuler Männer (z.B. guter Sex)
  • und ihrer konkreten Umwelt (z.B. schwule Szene, Sexpartys usw.)

eine Verbindung eingehen, die nicht in jedem Fall problematisch sein muss. Von Interesse sind für uns aber die Fälle, bei denen der Konsum außer Kontrolle gerät und schwere körperliche wie soziale Schäden zu erwarten sind bzw. schon vorliegen.

Auf der Folie konkreter Fälle der Teilnehmenden wird herausgearbeitet,

  • welche seelischen und sexuellen Bedürfnisse der Substanzkonsum in jedem Einzelfall bedient,
  • wie lange man von einem "kontrollierten Konsum" sprechen kann,
  • wann Fragen einer Entzugsbehandlung zum Tragen kommen und welche Angebote sich bewährt haben,
  • oder wann eine schadensmindernde Beratung angesagt ist."

Zielgruppe des Seminars sind Mitarbeitende in den Arbeitsfeldern Migration, Sucht, HIV und Hepatitis sowie Multiplikator*innen aus der Selbsthilfe. Die Teilnahmegebühr beträgt 100,00 Euro.

Die Ausschreibung und die Anmeldeunterlagen finden Sie hier (PDF).

 

<<< zurück zur Liste "Aktuelles"