Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

...es bleibt lustvoll!

Unter dem Motto ...es bleibt lustvoll bieten wir während der zweieinhalbtägigen Fachtagung viele verschiedene themenspezifische Workshops an. Nähere Informationen zu den Themenschwerpunkten, Inhalten und Referent*innen finden Sie hier in der Übersicht.

Dieser Workshop richtet sich an alle, die Lust haben sich selbst etwas Gutes zu tun. Du benötigst keine Vorkenntnisse und musst nicht besonders sportlich sein. Wenn du eine Matte oder ein Yogakissen hast, ist das prima. Wenn nicht, tun es sicher auch Teppich, eine Decke und ein paar Kissen. Bequeme Kleidung und ein Raum in dem du ungestört bist, sind neben der Lust auf eine für dich vielleicht neue Erfahrung, das Einzige was du brauchst.

Referent*innen:
Sabine Henke | Diakonie Kirchenkreis Lennep

Wir möchten mit euch unterschiedliche Methoden (Kennenlernen, Warming
up, Inhaltliches, Reflexion) durchspielen und reflektieren. Wer also Lust hat online was auszuprobieren ist bei uns genau richtig.


Referent*innen:
Anna-Marie Galle| Jugendrotkreuz Düsseldorf
Inken Ludewig |Caritasverband Bonn

Bist Du neu in der sexualpädagogischen HIV/STI-Prävention? Ideal. Denn in diesem Workshop wollen wir alle neuen, fast neuen und immer noch ein bisschen neuen Gesichter willkommen heißen und in das Netzwerk Youthwork einführen.

Referent*innen:

Cora Nagorny | Aidshilfe Oberhausen
Lenny Streit | Geschäftsstelle Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Sexualpädagogik will im Rahmen von Schule nicht Feuerwehr, Leuchtturmprojekt oder Beruhigungspille, sondern wirkliche Unterstützung für das „Sexuell-werden“ von Kindern und Jugendlichen sein. Wie müssen Projekttage an Schulen aufgebaut und strukturiert sein, um einen möglichst großen und positiven Effekt zu haben. Und was ist im System Schule darüber noch möglich, um die Projekte nachhaltiger zu gestalten?
Der Workshop versucht anhand der verschiedenen Stationen sexualpädagogischer Projekte (Akquise, Vorbereitung, Organisation, Durchführung und Evaluation) folgende Fragen zu klären:

  • Wie lassen sich die Ziele und Aufträge der verschiedenen Beteiligten (vom Träger bis zu den Schüler*innen) in der Arbeit lokalisieren,
  • wie sollten Fachkräfte sich dazu positionieren und wie lassen sie sich am besten verwirklichen?
  • Wie kann im System Schule eine nachhaltige Vermittlung von Inhalten und Haltungen gelingen?


Referent:
Michael Hummert ist Diplompädagoge, freiberuflicher Sexualpädagoge (gsp) und systemischer Berater. Sein beruflicher Schwerpunkt liegt vor allem auf der Erwachsenenbildung. Er ist Dozent am Institut für Sexualpädagogik, war auch mal Youthworker und hat die Arbeit in Schulklassen viele Jahre sehr gerne gemacht.


Menschen mit ihren Diskriminierungserfahrungen zu unterstützen, sich empathisch und solidarisch zu positionieren, kann für pädagogische Fachkräfte mitunter belastend sein.
Wie gehe ich mit Diskriminierungslast und Minderheitenstress meiner Zielgruppe um? Wann empfinde ich in meiner Arbeit Stress, wann Wirksamkeit und Freude? Wie kann ich jenseits von Selbstoptimierung in meinem Arbeitskontext gut mit mir sein?
In diesem Workshop bist du eingeladen, individuell und im Austausch mit anderen zu erforschen, was für dich gut läuft und wo du neue Strategien erproben möchtest. Wir reflektieren über Stress- und Resilienzfaktoren und deren Früherkennung. Du bist in praktischen Übungsteilen eingeladen, körperorientierte Interventionen mit und ohne Bewegung neu kennenzulernen oder zu erinnern.

Du entscheidest immer, wie du die Übungen für dich gestaltest. Vorerfahrungen sind nicht nötig. Du darfst dich in diesem Workshop in den Fokus rücken. Bringe gern konkrete Themen oder Situationen mit, dann wenden wir die Workshopinhalte direkt auf deinen Alltag an. Ich bin mir sicher, dass du auch für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Anregungen mitnehmen kannst.

Referent_in:
K* Stern (ohne Pronomen) arbeitet als Heilpraktiker_in für (Körper)Psychotherapie in freier Praxis für Einzelpersonen und (Mehrfach)Beziehungen in Hamburg. Seminar- und Fortbildungstätigkeit rund um die Themen geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und Resilienz. Mehr Informationen und aktuelle Veröffentlichungen unter www.praxis-kstern.de

In den Workshops bei der Youthwork-Fachtagungen 2019 und 2020 zu Geschlechteranforderungen und Sexismus bzw. diskriminierungsreflektierter Sexualpädagogik haben wir inhaltlich-konzeptionell gearbeitet. Dabei ging es immer wieder um herausfordernde Situationen im sexualpädagogischen Alltag, z.B. sexistische Äußerungen in Jungen*- und gemischten Gruppen, Scham und Beschämung (nicht nur) in Mädchen*gruppen, rassistische Äußerungen, im Workshop geschehenen Verletzungen, problematischen Materialien oder auch eigene Fehler in der Pädagog*innen-Rolle.
In diesem Workshop legen wir einen Fokus auf den Umgang mit solchen Situationen. Ich stelle Anregungen zur Situationsanalyse, Entscheidungspfaden und Handlungsoptionen vor und wir arbeiten mit Methoden aus der Kollegialen Fallberatung und Argumentationstrainings an Fällen, die von der Gruppe eingebracht werden. Ein Quereinstieg ist auch für Menschen möglich, die die vorherigen Workshops nicht besucht haben, wir werden aber keine Zeit für inhaltliche Grundsatzdiskussionen haben. Wer sich in Grundlagen aus den vorherigen Workshops einlesen will, kann mir gerne schreiben an kd@katharina-debus.de.

Referentin:
Katharina Debus, (Pronomen: sie) Dipl.-Pol., arbeitet in der Jugend- und Pädagog*innenbildung, forschend und publizierend zu Geschlechterverhältnissen, geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, Sexualität, Beziehungsweisen, Diskriminierung und Intersektionalität, u.a. bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung und früher in der HVHS Alte Molkerei Frille.

Die meisten jungen Menschen nehmen mittlerweile an Unterrichtseinheiten zur Sexualaufklärung teil. Auch der Sexualpädagogik gilt die Etablierung ihrer Angebote in die schulische Bildungslandschaft als Erfolg. Allerdings überwiegen dabei, aus ganz verschiedenen Gründen, häufig Botschaften der Prävention.
(Neo-)Emanzipatorische Ansätze der Sexualpädagogik zielen auf einen positiven Lern- und Reflexionsraum und thematisieren die verschiedenen Dimensionen der Sexualität. Dazu zählt selbstverständlich die sexuelle Lust. Auch das Bildungsinteresse der jungen Teilnehmer*innen gilt sehr häufig der Frage, wie Sexualität lustvoll gelingen kann.  
Im Workshop wollen wir uns der Frage nach der „Lust auf Lust“ in den sexualpädagogischen Angeboten widmen. Wie thematisieren wir sexuelle Lust in unserer sexualpädagogischen Arbeit? Welche Spannungsfelder spielen dabei eine Rolle und wie kann ein guter Umgang mit ihnen gelingen? Welche Methoden stehen zur Verfügung?
In der Veranstaltung gehen wir den Potenzialen und Grenzen einer lustbetonenden Sexualpädagogik nach. Es gibt Raum für Austausch und Selbstreflexion, einen Vortrag und die Möglichkeit praktische Methoden kennenzulernen und zu reflektieren.

Referent:
Marco Kammholz ist Erziehungswissenschaftler (B.A.) und Jugend- und Heimerzieher. Er arbeitet als freiberuflicher Sexualpädagoge (gsp) und Sexualberater. Sein beruflicher und publizistischer Schwerpunkt liegt u.a. auf HIV-Prävention und sexueller Erwachsenenbildung. Auf die Frage nach einer lustbetonenden Sexualpädagogik ist er im Zuge seiner Workshops „Lustbejahung und Geilheit“ und „Anal verkehren“ gestoßen.

Montag 17. Mai 2021
09.30 - 10.00 Uhr:    Digitales Ankommen        
10.00 - 12.00 Uhr:    Begrüßung, danach Bericht des Projekts Perspektiven der HIV/STI Prävention NRW und Diskussion des aktuellen Konzept-Entwurfs
12.00 - 14.00 Uhr:    Pause
14.00 - 16.00 Uhr:    Workshops 1a-1d          
Ab 16 Uhr:        Kegelbahn mit Caro und Sophie

Dienstag 18. Mai 2021
9.00 - 17.00 Uhr    Workshops 2a-2d
(inkl. 2 Std. Mittagspause)   

Mittwoch 19. Mai 2021
09.00 - 12.00 Uhr:    Letzter Teil Workshops 2a - 2d
12.00 - 13.30 Uhr:    Pause
13.30 - 14.30 Uhr:    Gemeinsamer Abschluss, Feedback und Ausblick