Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Zur Versorgung  von HIV-positiven Geflüchteten

Empfehlung zur Versorgung von HIV-positiven Geflüchteten

Verabschiedet im Mai 2017


Die Zunahme von Asylsuchenden aus Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas hat sich laut Robert Koch-Institut kaum auf die Zahl der HIV-Neudiagnosen im Jahr 2015 ausgewirkt. Gleichwohl sind unter den Geflüchteten, die in Nordrhein-Westfalen leben, Menschen aus den Hauptbetroffenengruppen und Menschen mit HIV, die einen Zugang zu Prävention, Beratung, Untersuchung und Behandlung besonders benötigen. Dies hat die Landeskommission AIDS bewogen, die aktuellen Herausforderungen zu beschreiben und Hinweise zur Deckung des Bedarfes geflüchteter HIV-positiver Menschen zu geben.

Hinsichtlich der aktuellen Situation sieht die Landeskommission AIDS unter anderem folgende Herausforderungen:

  • Klarstellung, dass die HIV-Diagnostik laut Erlass des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW zur Unterbringung Asylbegehrender kein routinemäßiger Teil der Erstuntersuchung von Asylsuchenden ist
  • Bei geflüchteten Menschen häufig fehlende Kenntnis von den in NRW zur Verfügung stehenden anonymen und kostenlosen HIV-Test-Angeboten
  • Sprach- und Kommunikationsprobleme bei der Aufklärung zum HIV-Test oder zur HIV-Behandlung
  • Leitliniengerechte Behandlung eine HIV-Infektion in allen Stadien (einschließlich der asymptomatischen)
  • Diskriminierung von Geflüchteten mit HIV in Gemeinschaftsunterkünften

Unter den Überschriften

  • Professionelle, vorurteilsfreie und sachkompetente Sprach-und Kulturmittlung sicherstellen
  • Standards einhalten
  • Zugang zu Beratung und Test ermöglichen
  • Versorgung sicherstellen
  • Vor Stigmatisierung und Gewalt schützen
  • Betreuendes Personal fortbilden
  • Transparenz herstellen und Kooperation intensivieren

gibt die Landeskommission AIDS Hinweise, wie die besonderen Bedarfe geflüchteter HIV-positiver Menschen gedeckt werden sollen.

Die gesamte Empfehlung lesen Sie hier (PDF) und unter mags.nrw.