Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Spotlight Migration

Nordrhein-Westfalen ist wie kaum ein anderes Bundesland schon seit Jahrhunderten durch Zuwanderung und kulturelle Vielfalt geprägt. Das stellt die Organisationen der Prävention, Gesundheitsförderung und Versorgung immer wieder vor neue Herausforderungen.

Auch in der HIV-Prävention und -Versorgung bedarf es erheblicher Anstrengungen, den Zugang zu Informationen und Angeboten für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu gewährleisten und ihnen die Beteiligung an der Entwicklung von neuen Projekten zu ermöglichen.

Wir haben Ihnen hier Materialien und Arbeitshilfen zusammengestellt, die Ihre Aktivitäten in der Prävention und der Versorgung unterstützen sollen.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Migration, Prävention und Gesundheitsförderung - Empfehlungen für Fachkräfte. 2012
Die Broschüre gibt Empfehlungen, wie für Menschen mit Migrationshintergrund Zugangsbarrieren zu präventiven und gesundheitsfördernden Informationen, Angeboten und Leistungen abgebaut werden können.
Bestellen können Sie die Broschüre unter bzga.de.

Deutsche AIDS-Hilfe: HIV-Prävention für & mit Migrant_innen, Standards, Praxisbeispiele, Grundlagen. 2015
Dieses Arbeitsbuch will Wege aufzeigen, wie die HIV/STI-Prävention für und mit Migrantinnen und Migranten bedarfsgerecht und nachhaltig gestaltet werden kann. Außerdem liefert das Arbeitsbuch entsprechende Beispiele aus der Praxis. Ergänzt wird dieses Praxiswissen durch Rahmentexte, die die theoretischen Grundlagen der Präventionsarbeit beleuchten. Das Arbeitsbuch bestellen können Sie unter aidshilfe.de.

Landeskonzept zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen. 2012
Bitte beachten Sie auch die Empfehlungen für die Zielgruppe "Menschen mit Migrationshintergrund" im Landeskonzept zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen.

Aidshilfe Niedersachsen: Info-Portal und Flyer zu sexueller Gesundheit und Selbstbestimmung
Die Aidshilfe Niedersachsen hat ein Info-Portal eingerichtet, das die Aufklärung für geflüchtete und migrierte Menschen zu den Themen sexuelle Gesundheit und Selbstbestimmung unterstützen soll. Die Informationen sind in den Sprachen Französisch, Deutsch, Englisch erhältlich. Arabisch und Farsi sollen alsbald folgen. Das Infoportal finden Sie unter aidshilfe-niedersachsen-refugees.de.
Als weitere Materialien stehen ein Flyer zum Thema "Sexuelle Gesundheit" über vielfältige Lebensweisen und rechtliche Grundlagen in Deutschland sowie eine ausführliche Anleitung zur Nutzung von Kondomen zur Verfügung. Beide Materialien sind in den oben genannten fünf Sprachen erhältlich. Die Flyer und die Kondomanleitung finden Sie (auf der Seite ganz unten) unter niedersachsen.aidshilfe.de.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Ratgeber Diskriminierungsschutz für Geflüchtete
In dem Ratgeber der Antidiskriminierungsstelle des Bundes wird erläutert, was Diskriminierung ist und welche rechtlichen Grundlagen es gibt, um gegen Benachteiligung vorzugehen. Er verweist auf Unterstützungs- und Hilfsangebote. Der Ratgeber ist in zehn Sprachen verfügbar. Die deutschsprachige Fassung des Ratgebers finden Sie hier (PDF). Den Ratgeber in weiteren neun Sprachen finden Sie unter antidiskriminierungsstelle.de.

Arbeiter-Samariterbund et al.: Orientierungshilfe zum Themenbereich "Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlichen Geschlechts bzw. verschiedener sexueller Identität"
Der Text, der vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Gesamtverband und dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) erarbeitet wurde, erläutert den gleichberechtigten Status von Frauen und Männern und von Menschen verschiedener sexueller Orientierung bzw. geschlechtlicher Identität in Deutschland. Die Orientierungshilfe wurde in zehn Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Albanisch, Arabisch, Dari, Farsi, Kurdisch, Russisch und Serbisch) in einer 12-seitigen Broschüre veröffentlicht. Die Publikation eignet sich zur Auslage in Beratungsstellen, an Treffpunkten und in Schulungseinrichtungen, die sich an Geflüchtete richten. Zum Einsatz kommen kann sie auch als Einleger für Willkommensmappen von Flüchtlingsunterkünften. Die Broschüre herunterladen können Sie hier (PDF).

AWO Lore-Agnes-Haus, Essen: Interkultureller Mitmach-Parcours Liebes-Welten
Der Interkulturelle Mitmach-Parcours Liebes-Welten ist ein Angebot an Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, sich über Themen wie Verhütung, Familienplanung, Sexualität, sexuell übertragbare Infektionen und unterschiedliche Wertvorstellungen in der Gesellschaft auszutauschen und ihr Wissen zu vertiefen. Die Gruppen werden durch ausgebildete Teamerinnen und Teamer mit Migrationsgeschichte begleitet, die zusammen über 40 Sprachen sprechen. Mehr über das Angebot, die Anmeldemodalitäten und gegebenenfalls entstehende Kosten finden Sie unter liebes-welten.de.

Bundesministerium für Gesundheit: Ratgeber Gesundheit für Asylsuchende in Deutschland
Der Ratgeber wurde in Zusammenarbeit mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum und in Abstimmung mit den zuständigen Behörden aus Bund und Bundesländern erstellt. Der Ratgeber soll Asylsuchenden helfen, sich in unserem Gesundheitswesen zurechtzufinden. Der Gesundheitsratgeber erscheint in Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch (Kurmanci) und Paschto. Den Ratgeber als PDF zum Download finden Sie unter ratgeber-gesundheit-für-asylsuchende.de.

Bundesministerium für Gesundheit: Internetportal "Migration und Gesundheit"
Das Internetangebot "Migration und Gesundheit" richtet sich an Migrant*innen, aber auch an haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Zugewanderte nach ihrer Ankunft in Deutschland unterstützen. Es hilft, sich mit dem Gesundheitswesen in Deutschland vertraut zu machen und beantwortet Fragen rund um die eigene Gesundheit und die Kindergesundheit. Neben der deutschen Fassung wird das Portal zunächst in türkischer und englischer Sprache zur Verfügung stehen. Eine Erweiterung des bestehenden Sprachangebotes um die arabische und russische Sprache soll bald erfolgen. Das Internetportal finden Sie unter migration-gesundheit.bund.de.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Übersicht über Medien der BZgA im Migrationsbereich
Die Übersicht über die Medien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finden Sie unter infodienst.bzga.de.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Webportal zanzu.de - Informationen zur sexuellen Gesundheit für Flüchtlinge in 13 Sprachen
Das Webportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Flüchtlingen will denjenigen, die noch nicht lange in Deutschland leben, einen diskreten und direkten Zugang zu Wissen in diesem Bereich ermöglichen. Die Themenschwerpunkte lauten Körperwissen, Sexualität, Verhütung, Familienplanung und Schwangerschaft, Beziehungen und Gefühle, HIV/STI, Rechte und Gesetze in Deutschland. Das Portal geht im ersten Quartal 2016 online. Sie finden es unter zanzu.de.

Deutsche AIDS-Hilfe: Webseite your-health.tips
Auf Englisch, Französisch, Russisch und Arabisch versammelt die Webseite Informationen zum Gesundheitssystem in Deutschland, zu HIV/AIDS und weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten sowie zu Möglichkeiten, sich testen und beraten zu lassen. Ebenso enthält sie Informationen für Asylsuchende und Menschen ohne Papiere. Sie finden Sie unter your-health.tips.

Deutsche AIDS-Hilfe: Deine Gesundheit, Deine Rechte - Informationen, Tipps und Adressen
Diese Broschüre bietet Informationen und Tipps zu den Themen Gesundheitssystem in Deutschland (Krankenversicherung, Behandlung, Beratung, Angebote für Menschen ohne Papiere) und sexuelle Gesundheit (Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten einschließlich HIV, Untersuchung, Behandlung, Schwangerschaftsverhütung). Der Anhang enthält Adressen von Organisationen für weitere Informationen und Beratung. Die Broschüre ist in den Sprachen deutsch/arabisch, deutsch/französisch und deutsch/russisch erhältlich. Die Broschüte zum Download finden Sie hier (PDF). Bestellen können Sie sie unter aidshilfe.de.

Deutsche AIDS-Hilfe: Broschüren und Materialien in der Kategorie Migration
Die Broschüren und Materialien der Deutschen AIDS-Hilfe in der Kategorie Migration finden Sie unter aidshilfe.de.

Deutsches Rotes Kreuz: Kurzfilme zu Gesundheit und Krankenversorgung in Deutschland
Mit Kurzfilmen in sechs Sprachen, bisher zu den Themen Gesundheitssystem, Schwangerschaft und Geburt, Schutz vor Infektionen, Psychische Gesundheit, Gesunde Kinder, Gesunde Zähne, Krebsvorsorge, Gesundheitsversorgung für neu angekommene Asylsuchende, Suchthilfe hat das Deutsche Rote Kreuz sein mehrsprachiges Informationsprojekt für eine gleichberechtigte medizinische Versorgung von Geflüchteten und Migrant*innen und Migranten ausgebaut. Die Filme sind in Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Paschtu, Sorani abspielbar unter drk-gesundheitsfilme.de.

Landeszentrum Gesundheit NRW: Sammlung fremdsprachiger Gesundheitsinformationen
Das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) hat qualitätsgeprüfte, fremdsprachige Gesundheitsinformationen als Unterstützung für die Arbeit im Bereich Migration und Gesundheit zusammengestellt. Die Zusammenschau beinhaltet Printmedien, wie zum Beispiel textreduzierte Flyer mit hohen Grafikanteilen, Arbeitshilfen, mehrsprachige Internetseiten und kurze Filmsequenzen. Die Themen gehen vom Aufbau des Gesundheitssystems über Lebensphasen (hier z.B. Schwangerschaft), Prävention (hier auch zu Hepatitis B und C) bis zu Krankheit/Therapie (hier auch Therapiepläne). Unter "Weitere Themen" finden sich Materialien zu sexueller Gesundheit, sexuell übertragbaren Infektionen, HIV und Genitalverstümmelung. Mehr finden Sie unter lzg.nrw.de.

Land Nordrhein-Westfalen: App für geflüchtete Menschen
Die App "Welcome to North Rhine-Westphalia" enthält unter anderem Informationen für Flüchtlingsfrauen, die in Flüchtlingsunterkünften von Gewalt betroffen sind, Informationen zu Frauenrechten/Gleichberechtigung von Frau und Mann, Informationen für Schwangere und Informationen zu LSBTTI*. Geflüchtete können sich in vier Sprachen (Arabisch, Deutsch, Englisch und Französisch) über das Leben in NRW informieren. Zum Start umfasst die App 18 verschiedene FAQ-Kategorien mit insgesamt 250 Fragen und Antworten. Diese beziehen sich primär auf das Ankommen in NRW, das Asylverfahren und das Leben in NRW. Die App ist nicht statisch. Es ist geplant, im weiteren Prozess zusätzliche Themen und FAQ zu integrieren. Sie kann über den Google-Store oder die dazugehörige Webseite kostenlos heruntergeladen werden. Der Download-Link zur Android-App lautet welcome-to.nrw/app.

Land Nordrhein-Westfalen: App "RefuShe" für geflüchtete Frauen
RefuShe bietet leicht verständliche Informationen unter anderem über Lebensweise und Gesellschaft in Deutschland, Grundwerte wie Gleichstellung und Selbstbestimmung sowie Hilfeangebote für Frauen, die grundsätzlich für alle Zugewanderten nützlich sein können. Von Gewalt betroffene Frauen finden Beratungs- und Unterstützungsangebote und im Notfall schnelle Hilfe, sodass die Anwendung präventiv dazu beitragen kann, Betroffene vor erneuten Übergriffen zu schützen. Die App für Android-Handys kann kostenlos im Google Playstore heruntergeladen werden.

Medbox. The Aid Library: Refugee Toolbox
Die Refugee Toolbox ist eine umfangreichste Sammlung von Gesundheits- und  Patient*innen-Informationen zum Thema Asyl und Gesundheit. Sie bündelt im Internet verfügbare Dokumente für eine praxisnahe Gesundheitsarbeit mit Asylsuchenden und Geflüchteten sowie Patient*innen-Informationen in aktuell 16 verschiedenen Sprachen. Ziel ist die Verbesserung der präventiv- und kurativ-medizinischen Versorgung Geflüchteter. Gleichzeitig soll die kultursensible Ansprache von Patient*innen in medizinischen Einrichtungen unterstützt, Organisationsabläufe  erleichtert und die Gesundheitskompetenz von Migrant*innen gestärkt werden. Zielgruppe sind haupt- oder ehrenamtlich Engagierte sowie auch Menschen mit Migrationshintergrund. Die Refugee Toolbox finden Sie unter medbox.org/refugee/toolboxes.

Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW: Ankommen in Nordrhein-Westfalen. Erste Schritte zur Orientierung in unserem Land.
Diese Online-Broschüre richtet sich an Flüchtlinge und enthält die wichtigsten Informationen zu den Themen Anmeldung, Aufenthalt, soziale Leistungen, Girokonto, Kinder und Familie, Sprache und Kultur, Ausbildung und Arbeit. Die deutsche, englische, französische und tigrinische Version finden Sie unter ankommen.nrw.

RefugeeGuide online - Eine Orientierungshilfe für das Leben in Deutschland
Die Orientierungshilfe enthält Tipps und Informationen für das Leben in Deutschland. Angeregt wurde diese Orientierungshilfe durch Fragen, die viele Geflüchtete immer wieder stellen. Informiert wird zu den Themen: Öffentliches Leben, persönliche Freiheiten, gesellschaftliches Zusammenleben, Gleichberechtigung, Umweltfreundlichkeit, Essen, Trinken & Rauchen, Formalitäten, In Notfällen. Die Orientierungshilfe kann in 16 Sprachen und in einfachem Deutsch heruntergeladen werden. Mehr finden Sie unter refugeeguide.de.

Verband der AIDS-KoordinatorInnen: Mobile Version der Internetseite des Verbandes in elf Sprachen
Die mobile Version der Internetseite des Verbandes der AIDS-KoordinatorInnen informiert in elf Sprachen (Deutsch, Arabisch, Dari, Farsi, Spanisch, Portugiesisch, Bulgarisch, Rumänisch, Türkisch, Englisch und Französisch) zur HIV-Übertragung, zum HIV- und Syphilis-Test sowie zu Beratungs- und Testangebote bei nordrhein-westfälischen Gesundheitsämtern. Mehr lesen Sie mit dem PC/Laptop unter mobile.vak-nrw.de, mit dem Smartphone unter vak-nrw.de.

Arbeitsweise verschiedener Sprachmittlerpools
Über die Arbeitsweise verschiedener Sprachmittlerpools in NRW kann man sich in einer Veröffentlichung der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration zur Sprachmittlung im Gesundheitswesen informieren. Man findet Sie hier (PDF).

Sprachmittlerpool NRW
bikup gemeinnützige GmbH, Köln
bikup.de/sprachmittlerpool-nrw.
Über die Arbeitsweise des Sprachmittlerpools NRW können Sie sich auch informieren in einer Veröffentlichung der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration zur Sprachmittlung im Gesundheitswesen (PDF).

Sprach-und Intergationsmittlung (SprInt) - Vermittlungsstellen in NRW
SprInt Aachen - sprintaachen.de
SprInt Essen - sprint-essen.de
SprInt Wuppertal - sprint-wuppertal.de
Über die Arbeitsweise des Sprachmittlerpools NRW können Sie sich auch informieren in einer Veröffentlichung der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration zur Sprachmittlung im Gesundheitswesen (PDF).

Dolmetscher/innen-Dienste für Ärztinnen und Ärzte: arztkonsultation.de - Flüchtlinge verstehen
Bis 31. August 2016 stellte das Projekt "Flüchtlinge verstehen" über die technische Plattform für Online-Sprechstunden kostenfrei Dolmetscher/innendienste zur Verfügung. Seit 1. September 2016 ist der Dolmetschservice in den Regelbetrieb übergangen. Die Nutzung der Plattform für das Videodolmetschen ist weiterhin kostenfrei, jedoch werden die Kosten der Dolmetscherleistung nun in Rechnung gestellt. Mehr finden Sie unter arztkonsultation.de.

Schwulenberatung Berlin: Sprachmittlung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Geflüchtete. 2017
Wie können Sprachmittler*innen gut für geflüchtete LSBTI dolmetschen? Informationen und Tipps dazu gibt es in der Broschüre "Sprachmittlung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Geflüchtete", die im Projekt „Jo weiß bescheid“ entstanden ist. Die Broschüre finden Sie hier (PDF) oder unter schwulenberatungberlin.de.

Übersetzungshilfe: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Webportal zanzu.de - Arbeitshilfe für Beratende in 13 Sprachen
Das Webportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Flüchtlingen in 13 Sprachen will für Beratungsstellen sowie Ärztinnen und Ärzte eine konkrete Arbeitshilfe für die tägliche Beratungspraxis sein. Die Themenschwerpunkte lauten Körperwissen, Sexualität, Verhütung, Familienplanung und Schwangerschaft, Beziehungen und Gefühle, HIV/STI, Rechte und Gesetze in Deutschland. Das Web-Portal in 13 Sprachen finden Sie unter zanzu.de.

Übersetzungshilfe: iRefugee-App
Mit der App iRefugee.de will Dr. Matthias Lemberger Geflüchteten helfen, mit Behörden und Angehörigen des Gesundheitssystems zu kommunizieren. Die App enthält u.a. eine Übersetzungsfunktion für 15 Sprachen, eine digitale Gesundheitsakte mit Cloud, eine Notfallfunktion mit GPS-Positionsangabe per SMS, eine Kommunikationsplattform und einen Datensafe für wichtige Dokumente. Die Basisversion der App ist für alle Anwender*innen kostenlos zugänglich. Alle Daten, ob auf dem Mobilgerät der Nutzer*innen oder im Backend (Cloud) werden mit dem höchsten Sicherheitsstandard (AES-256) verschlüsselt. Datenübertragungen erfolgen SSL-verschlüsselt. Alle Server befinden sich in Deutschland. Mehr erfahren Sie unter irefugee.de.

Standards zur Sprachmittlung
Deutsche AIDS-Hilfe: HIV-Prävention für & mit Migrant_innen. Standards | Praxisbeispiele | Grundlagen. Berlin, 2015, S. 14 unter hiv-migration.de.

Bundesärztekammer: Patienten und Patientinnen ohne Aufenthaltsstatus in Krankenhaus und Praxis - Faltblatt für Klinikpersonal. 2013
Das Faltblatt "Patienten und Patientinnen ohne Aufenthaltsstaus in Krankenhaus und Praxis", herausgegeben von der Bundesärztekammer in Zusammenarbeit mit Medibüro Berlin, informiert in knapper Form über die rechtliche Situation und Möglichkeiten der Kostenerstattung und richtet sich insbesondere an Klinikpersonal. Das Faltblatt finden Sie hier (PDF).

Bundesinitiative "HIV und Migration": Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle. 2015
Was muss sich in der Gesundheitsversorgung von Menschen ohne Papiere ändern? Wie kann die  Unterversorgung mancher in Deutschland lebender EU-Bürgerinngn und -Bürger vermieden werden? Welcher Behandlungsstandard soll für HIV-positive Menschen ohne Papiere oder Versicherung gelten? Die Bundesinitiative "HIV und Migration", der HIV-Spezialistinnen und -spezialisten aus Praxen, Ambulanzen und Kliniken ebenso wie Aidshilfen, Prostitutionsprojekte, Drogen(selbst)-hilfen, Gesundheitszentren, Ärzte der Welt, AIDS Action Europe, der Verband für Interkulturelle Arbeit Berlin-Brandenburg sowie weitere im Feld Migration, Gesundheitsförderung und Menschenrechte aktive Gruppen angehören, stellt Forderungen auf. Mehr lesen Sie hier (PDF).

Bundeszahnärztekammer: Information "Zahnärztliche Behandlung von Asylbewerbern". 2015
Die Behandlung von Flüchtlingen und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stellt Zahnärztinnen und Zahnärzte vor neue Herausforderungen. Bei diesen möchte die Bundeszahnärztekammer unterstützen und hat hilfreiche Informationen zusammengestellt: Informationen zu gesetzlichen Bestimmungen, der Abrechnung auf Grundlage des Asylbewerberleistungsgesetzes und dem Umgang mit sprachlichen Barrieren finden sich im Informationsblatt Zahnärztliche Behandlung von Asylbewerbern. Das Informationsblatt finden Sie hier (PDF).

Classen, Georg: Leitfaden zum Asylbewerberleistungsgesetz. Stand: 5. September 2016

Classen, Georg: Krankenhilfe nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. 2012
Die Zusammenstellung informiert unter Verweis auf Gerichtsurteile ausführlich über Anspruchsberechtigte, Zuständigkeiten, Umfang der Versorgung, Datenschutz, Zuzahlungen und vieles mehr. Die Zusammenstellung von Georg Classen für den Flüchtlingsrat Berlin finden Sie hier (PDF).

Classen, Georg: Die Finanzierung ambulanter Psychotherapien für Flüchtlinge. 2011
Die Zusammenstellung informiert über die Möglichkeiten der Psychotherapie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, über die gesetzliche Krankenversicherung und über andere Kostenträger sowie über spezielle Behandlungszentren für Flüchtlinge. Die Zusammenstellung finden Sie hier (PDF).

Clearingstellen zur Gesundheitsversorgung für Zuwandernde
Seit Mitte 2016 werden im Rahmen eines dreijährigen Modellprojektes in landesweit fünf Clearingstellen Menschen beraten und unterstützt, um ihnen einen Zugang zu unserem System der Gesundheitsversorgung zu öffnen. Häufig geht es dabei um ihre Absicherung über eine Krankenversicherung oder die Klärung einer anderen Kostenübernahme. Denn: Für zugewanderte Menschen mit ungeklärtem Versicherungsstatus oder Personen, die aus anderen EU-Ländern oder Drittstaaten einreisen, ergeben sich immer wieder Probleme bei der medizinischen Versorgung, weil keine Krankenversicherung vorliegt oder unklar ist, wer die Kosten trägt. Die Standorte der Clearingstellen sind in den folgenden Städten: Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Köln und Münster. Die Adressen und Ansprechpartner*innen finden Sie unter mags.nrw.

Der Paritätische Gesamtverband: Schutzlos oder gleichgestellt? Der Zugang zum Gesundheitssystem für Unionsbürger und ihre Familienangehörigen. 2014
Die Publikation widmet sich dem komplexen Thema Zugang zum Gesundheitssystem für EU-Bürger und ihre Familienangehörigen. Neben der Klärung der Zuständigkeitsfragen informiert sie zur Gesundheitsversorgung über die Europäische Krankenversicherungskarte, gefolgt von Ausführungen zu den Regelungen für EU-Bürger, die nicht nur vorübergehend in Deutschland leben. Ebenso wird das Thema Beitragsrückstände bei der Krankenversicherung und erläutert, was bei Personen ohne Versicherungsschutz zu beachten ist. Die Publikation finden Sie hier (PDF).

Der Paritätische Gesamtverband (Ed.): Überblick zu den Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz zum 1. März 2015 mit Beispielen und Hinweisen für die Beratungspraxis. 2015
Die Broschüre gibt einen Überblick über die wichtigsten Änderungendes Asylbewerberleistungsgesetzes zum 1. März 2015 und ihre Bedeutung für die Beratungspraxis gegeben. Den neuen Gesetzestext inklusive einer Kennzeichnung der Änderungen finden Sie am Ende der Arbeitshilfe. Die Broschüre, die auch kurz auf das Themenfeld Gesundheit eingeht, finden Sie hier (PDF).

Deutsche AIDS-Gesellschaft u.a.: Kölner Statement für eine zielführende, ökonomische, humanitäre und ethische medizinische Versorgung von Flüchtlingen. 2015
Die Deutsche AIDS-Gesellschaft, weitere Fachgesellschaften sowie eine Vielzahl von Personen aus der Wissenschaft, der stationären und ambulanten Versorgung sowie des öffentlichen Gesundheitsdienstes treten für eine zielführende, ökonomische, humanitäre und ethische medizinische Versorgung von Flüchtlingen ein. Sie äußern sich zur Erstuntersuchung, zur weitern medizinischen Versorgung sowie zur Weiterleitung von Untersuchungsergebnissen. Das Kölner Statement finden Sie hier (PDF).

Deutscher Caritasverband & Deutsches Rotes Kreuz: Aufenthaltsrechtliche Illegalität. Beratungshandbuch 2013.
Das Beratungshandbuch skizziert die Rechtslage für den Zugang zu zentralen Lebens- und Versorgungsbereichen von Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität, unter anderem zur Gesundheitsversorgung sowie zur Schwangerschaftsvorsorge und zur Versorgung hinsichtlich der Geburt. Es zeigt die möglichen Handlungsoptionen auf und beinhaltet ein Adressverzeichnis von Organisationen, Vereinen und Initiativen, die Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität unterstützen. Mehr lesen Sie unter drk-wb.de.

Flüchtlingsrat Berlin (Ed.): Möglichkeiten und Grenzen der Versorgung von Patienten und Patientinnen ohne legalen Aufenthaltsstatus. 2005
Die Broschüre "Möglichkeiten und Grenzen der Versorgung von Patienten und Patientinnen ohne legalen Aufenthaltsstatus" gibt neben einer allgemeinen Einführung in die Rechtsgrundlagen praktische Tipps für die alltägliche Arbeit und eignet sich als Einstieg und Überblick in die Thematik. Die Broschüre finden Sie hier (PDF).

Informationsportal "Gesundheit für Geflüchtete"
Das Informationsportal "Gesundheit für Geflüchtete" wurde von Medibüros und Medinetzen eingerichtet. Es informiert kurz und bündig über die Gesundheitsversorgung von Geflüchteten, unter anderem zu den rechtlichen Grundlagen, dem Leistungsanspruch und zu der Umsetzung in den Bundesländern. Das Portal richtet sich an Ärzt*innen, Akteur*innen in der Geflüchteten-Arbeit und an die allgemeine Öffentlichkeit. Mehr finden Sie unter gesundheit-gefluechtete.info.

Gesundheitskarte für Flüchtlinge in NRW
Mit der Einführung der G-Karte NRW hat das Land NRW die Voraussetzungen zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Geflüchteten und zur Entlastung der Kommunen geschaffen. Die Gesundheitskarte ist identisch mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) für gesetzlich Krankenversicherte. Mit den Verantwortlichen der Krankenkassen wurde eine entsprechende Rahmenvereinbarung zur Übernahme der Gesundheitsversorgung für Geflüchtete gegen Kostenerstattung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Verbindung mit dem Sozialgesetzbuch V unterzeichnet. 24 Gemeinden in NRW haben bisher ihren Beitritt erklärt (Stand: 1.1.2018). Weitere Detailinformationen finden Sie unter mags.nrw.

Landeskommission AIDS NRW: Empfehlung zur Versorgung von HIV-positiven Geflüchteten. 2017
Die Zunahme von Asylsuchenden aus Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas hat sich laut Robert Koch-Institut kaum auf die Zahl der HIV-Neudiagnosen im Jahr 2015 ausgewirkt. Gleichwohl sind unter den Geflüchteten, die in Nordrhein-Westfalen leben, Menschen, die einen Zugang zu Prävention, Beratung, Untersuchung und Behandlung besonders benötigen. Dies hat die Landeskommission AIDS bewogen, die aktuellen Herausforderungen zu beschreiben und Hinweise zur Deckung des Bedarfes geflüchteter HIV-positiver Menschen zu geben. Themen sind unter anderem Sprach-und Kulturmittlung, Zugang zu Beratung und Test, leitliniengerechte Behandlung der HIV-Infektion in allen Stadien und die Diskriminierung von Geflüchteten mit HIV in Gemeinschaftsunterkünften. Die Empfehlung finden Sie hier (PDF).

Landesregierung NRW: Untersuchungen in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften
Welchen Umfang die medizinischen Untersuchungen in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften haben sollen, in welchem Zeitraum sie vorzunehmen sind und wie sie dokumentiert werden sollten, ist durch Erlasse des NRW-Innenministeriums und des NRW-Gesundheitsministeriums geregelt. Sie finden sie unter mags.nrw.

Medbox. The Aid Library: Refugee Toolbox
Die Refugee Toolbox ist eine umfangreichste Sammlung von Gesundheits- und  Patient*innen-Informationen zum Thema Asyl und Gesundheit. Sie bündelt im Internet verfügbare Dokumente für eine praxisnahe Gesundheitsarbeit mit Asylsuchenden und Geflüchteten sowie Patient*innen-Informationen in aktuell 16 verschiedenen Sprachen. Ziel ist die Verbesserung der präventiv- und kurativ-medizinischen Versorgung Geflüchteter. Gleichzeitig soll die kultursensible Ansprache von Patient*innen in medizinischen Einrichtungen unterstützt, Organisationsabläufe  erleichtert und die Gesundheitskompetenz von Migrant*innen gestärkt werden. Zielgruppe sind haupt- oder ehrenamtlich Engagierte sowie auch Menschen mit Migrationshintergrund. Die Refugee Toolbox finden Sie unter medbox.org/refugee/toolboxes.

Nationaler AIDS-Beirat: HIV-Diagnostik in der Erstuntersuchung von Asylsuchenden. 2015
Der Nationale AIDS-Beirat lehnt routinemäßige HIV-Tests für Asylsuchende in seinem Votum "HIV-Diagnostik in der Erstuntersuchung von Asylsuchenden" vom 13. Oktober 2015 ausdrücklich ab. Das Votum des Nationalen AIDS-Beirates finden Sie hier (PDF).

Robert Koch-Institut: Fremdsprachige Links zur HIV-Therapie
Das Robert Koch-Institut hat eine Link-Liste zusammengestellt, die zu fremdsprachigen fachlich qualifizierten Informationen zur HIV-Behandlung führen. Sie finden sie unter rki.de.

Robert Koch-Institut: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ): Asylsuchende und Infektionskrankheiten. 2015
Asylsuchende sind grundsätzlich für die gleichen Infektionen anfällig wie die ansässige Bevölkerung. Das Robert Koch-Institut gibt Empfehlungen, die auf die besondere Situation von Asylsuchenden zugeschnitten sind und beantwortet häufig gestellte Fragen unter rki.de.

The Sphere Project (Hrsg.): Humanitäre Charta und Mindeststandards in der humanitären Hilfe. 2011
Das Sphere Project wurde im Jahr 1997 von einer Gruppe von Nichtregierungsorganisationen und der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung mit dem Ziel initiiert, allgemein gültige Standards in zentralen Bereichen der humanitären Hilfe zu entwickeln. Ziel des Handbuchs ist die Verbesserung der Qualität der humanitären Hilfe in Katastrophen- und Konfliktsituationen sowie der Rechenschaftslegung des humanitären Systems gegenüber den von einer Katastrophe betroffenen Menschen. Das Handbuch enthält auch Standards zu HIV/AIDS. Das Handbuch finden Sie hier (PDF).

Unabhängige Patientenberatung (UPD): Beratung in arabischer Sprache
Die UPD bietet seit Anfang Mai 2016 Beratung in arabischer Sprache an. Die UPD berät vor allem zu den Bereichen Patient/inn/enrechte und allgemeine Gesundheitsversorgung. Das neue Angebot richtet sich explizit auch an geflüchtete Menschen. Die Beratung erfolgt bis auf Weiteres nur telefonisch (gebührenfrei aus allen Netzen). Neben Arabisch bietet die UPD auch Beratung auf Russisch und Türkisch. Mehr finden Sie unter patientenberatung.de.

Aidshilfe Köln, Rubicon, Stadt Köln: Wohnprojekt für Geflüchtete mit lesbisch-, schwulem, bi-, trans- und inter-sexuellem (LSBTI)-Hintergrund
Gemeinsam mit der Stadt Köln und dem Rubicon hat die Aidshilfe Köln ein neues Wohnprojekt für Geflüchtete mit lesbisch-, schwulem, bi-, trans- und inter-sexuellem (LSBTI)-Hintergrund gestartet. Das Objekt verfügt über abgeschlossene Wohneinheiten mit Küchenzeile und Sanitäreinrichtungen für ein beziehungsweise zwei Personen. Die ersten Belegungen erfolgten im September 2017, insgesamt entstehen 14 Wohneinheiten (20 Plätze). Kontaktaufnahme: Aidshilfe Köln, Tel. 0221-202030, E-Mail info@aidshilfe-koeln.de.

Antigewaltarbeit für LSBTIQ*-Geflüchtete im rubicon: Sensibilisierung der Mitarbeitenden in Unterkünften | Schutz- und Unterstützungskonzepte
Die Landeskoordination "Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW" bietet Vorträge und Workshops zur Sensibilisierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in Unterkünften für Geflüchtete an. Ziel ist es, Wissen, Aufmerksamkeit und Offenheit zum Thema sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität sowie der Lebensrealität von LSBTI*-Geflüchteten zu schaffen, Unterkünfte in der Entwicklung spezieller Schutz- und Unterstützungskonzepte zu schulen, Handlungssicherheit der Mitarbeiter*innen zu fördern und so letztlich weiteres Leid von LSBTI*-Geflüchteten zu verhindern. Die Kontaktdaten der Ansprechpartner_innen finden Sie unter rubicon.

Arbeiter-Samariter-Bund NRW (Ed.): Handreichung für die Betreuung und Unterstützung von LSBTTI*-Flüchtlingen. 2016
Die Broschüre gibt eine erste Einführung in das Thema, einige Handlungsempfehlungen und nennt mit LSBTTI*-Thematik befasste Beratungsstellen in Nordrhein-Westfalen. Zudem werden grundlegende Informationen zu Asylrechtsfragen bei Menschen mit LSBTTI*-Hintergrund vermittelt. Die Broschüre finden Sie hier (PDF).

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) & United Nations Children’s Fund (UNICEF): Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften. 2017
Im Rahmen der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“, die im Frühjahr 2016 gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und UNICEF ins Leben gerufen wurde, haben das BMFSFJ und UNICEF überarbeitete sowie erweiterte "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" herausgegeben. Die unter der fachlichen Beteiligung von vielen Partner*innen, erarbeitete Neuauflage enthält erstmals auch Leitlinien zum Schutz von LSBTI* Geflüchteten. Die Mindeststandards finden Sie hier (PDF).

Deutsche AIDS-Hilfe: Webseite zu Gesundheit, Asyl, HIV, STI, Safer Sex und Diskriminierung
LSBTI*-Geflüchtete finden Informationen (auf Deutsch, Englisch und Arabisch) zum deutschen Gesundheitssystem, zum deutschen Asylrecht, zu den Themen HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen, Safer Sex, Diskriminierung sowie eine Karte mit Beratungsstellen unter queerrefugeeswelcome.de.

Integrationsagentur im rubıcon: Broschüre, Postkarte und Plakat zum Thema "Asyl und Homosexualität / Bisexualität / Transgeschlechtlichkeit / Intergeschlechtlichkeit / Queerness", 2016
Die viersprachigen Materialien (Broschüre, Postkarte und Plakat) informieren kurz und bündig LGBTIQ*-Flüchtlinge über ihre Rechte. Darüber hinaus sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unterkünften und Beratungseinrichtungen für das Thema sensibilisiert werden. Eine Adressliste geeigneter Ansprechstellen in Nordrhein-Westfalen schließt die Broschüre ab. Gedruckte Exemplare können bestellt werden bei der Integrationsagentur im rubıcon. Die Broschüre zum Download finden Sie hier (PDF).

LAG Lesben in NRW und weitere Nichtregierungsorganisationen aus NRW: Positionspapier zur Berücksichtigung der Bedarfe von geflüchteten LSBTI* im Gewaltschutzkonzept zur Unterbringung von Geflüchteten in NRW, 2016
Die Nicht-Regierungsorganisationen LAG Lesben in NRW, Kampagne "anders und gleich - Nur Respekt Wirkt", Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit, SchLAu NRW, baracka - Integrationsagentur im rubıcon, LSVD NRW, Schwules Netzwerk NRW und die Integrationsagenturen NRW fassen in diesem Positionspapier die Bedarfe von geflüchteten LSBTI* zusammen und formulieren notwendige Rahmenbedingungen für die Unterbringung. Das Papier ist im Zusammenhang eines Fachaustauschs des Innenministeriums und des Emanzipationsministeriums entstanden, an dem Vertreterinnen und Vertreter der Nicht-Regierungsorganisationen teilnahmen. Das Positionspapier finden Sie hier (PDF).

Landeshauptstadt Hannover: Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als Asylgrund. Dokumentation zum Fachtag vom 4. Februar 2016 in Hannover
Themen der Fachtagung waren u.a. die Lebensrealität sexueller Minderheiten im Iran, Irak, Russland, Syrien und anderen Ländern, deutsches Asylrecht, Coming out, Zugang zum Gesundheitssystem, sensibler Umgang mit LSBTTIQ-Flüchtlingen bei der Stadt, in den Unterkünften und in öffentlichen Institutionen/Einrichtungen sowie Best-Practice-Beispiele in den Berichen Beratung, Betreuung, Workshops und Selbsthilfe. Die Dokumentation finden Sie zum Download unter hannover.de oder hier (PDF).

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland: Asylrecht für Lesben und Schwule
Der Ratgeber informiert Asylsuchende über ihre rechtlichen Möglichkeiten und das Asylverfahren. Der Online-Ratgeber steht in mehreren Sprachen zur Verfügung unter lsvd.de.

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland: Online-Angebot für LSBTI-Geflüchtete
Seit November 2017 berät, vernetzt, schult und empowert das LSVD-Projekt "Queer Refugees Deutschland" LSBTI-Geflüchtete und Organisationen der Flüchtlingshilfe in ganz Deutschland. Auf der Webseite finden Geflüchtete und Mitarbeitende der Flüchtlingshilfe Informationen zum Asylverfahren, eine Sammlung der wichtigsten Materialen für Unterkünfte und ein Mapping aller Anlauf- und Beratungsstellen für queere Geflüchtete in Deutschland. Das Angebot liegt in neuen Sprachen vor. Die Webseite finden Sie unter queer-refugees.de.

Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg: Schutz finden in Deutschland: Fragen und Antworten für LSBTI*-Geflüchtete". 2018
Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg hat eine Informationsbroschüre für LSBTI-Geflüchtete veröffentlicht. Sie liegt in den Sprachen Deutsch, Englisch, Farsi und Arabisch vor. Als Themen werden vor allem Ankunft & Wohnen, Asylprozess, Gesundheit sowie Gewalt/Diskriminierung aufgegriffen. Es handelt sich um kurze Texte, die einen Einstieg in die jeweiligen Bereiche ermöglichen sollen. Nicht alles lässt sich auch auf andere Bundesländer übertragen. Das Handbuch kann heruntergeladen werden unter berlin.lsvd.de. Das gedruckte Handbuch kann kostenfrei bestellt werden unter support@lsvd.de.

Queere Jugend NRW: Angebote für jugendliche LGBTIQ-Geflüchtete
In Nordrhein-Westfalen gibt es über 30 verschiedene Gruppen und Jugendzentren für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter*, queere Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre, die selbstverständlich auch für jugendliche LGBTIQ-Geflüchtete offen sind. Welche dies sind, finden Sie unter queere-jugend-nrw.de. Darüber hinaus existieren in zwölf Städten Nordrhein-Westfalens Angebote, die sich explizit an jugendliche LGBTIQ-Geflüchtete richten. Sie finden Sie unter queere-jugend-nrw.de/lgbtiq-refugees.

Schwulenberatung Berlin u.a.: Empowerment von lesbischen, schwulen, bisexuellen sowie trans* und inter* Geflüchteten durch Beratung und Unterstützung. Eine Handreichung für Beratungsstellen. 2016
Bei ihrer Ankunft in Deutschland sind LSBT*I* Geflüchtete mit zahlreichen Problemen konfrontiert: Neben dem Asylverfahren zum Beispiel mit dem fehlenden Knowhow von Beratungsstellen zu den Themen sexuelle Orientierung und Identität oder mit der Erfahrung von Diskriminierung und Gewalt in Unterkünften. Die Broschüre stellt die besondere Situation von LSBT*I* Geflüchteten sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Beratung und Unterstützung dar. Die Themenpalette reicht von der rechtlichen Situation und der Sprachmittlung, über HIV und Drogenkonsum, bis hin zum Ehrenamtsmanagement sowie zu besonderen Gesundheitsbedarfen von trans* und inter* Geflüchteten. Ziel des dargestellten Arbeitsansatzes ist das Empowerment der Geflüchteten, also die Förderung ihrer Autonomie und Selbstbestimmung sowie der Selbstvertretung ihrer Interessen. Die Handreichung finden Sie hier (PDF) oder unter schwulenberatungberlin.de.

Schwulenberatung Berlin: Sprachmittlung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Geflüchtete. 2017
Wie können Sprachmittler*innen gut für geflüchtete LSBTI dolmetschen? Informationen und Tipps dazu gibt es in der Broschüre "Sprachmittlung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Geflüchtete", die im Projekt „Jo weiß bescheid“ entstanden ist. Die Broschüre finden Sie hier (PDF) oder unter schwulenberatungberlin.de.

Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Berlin, u.a.: Was tun bei Gewalt gegen geflüchtete Frauen und LSBTI in Unterkünften?, 2017
Die Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung und die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung des Landes Berlin haben eine Handreichung entwickelt, die Leitungspersonal, Mitarbeitende und ehrenamtlich Engagierte in Unterkünften dabei unterstützen soll, bei Gewalt gegen Frauen und LSBTI-Geflüchtete angemessen und professionell zu reagieren. Die Handreichung ist in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit Berliner Anti-Gewalt-Projekten, der Polizei und Staatsanwaltschaft sowie dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten entwickelt worden. Die Handreichung finden Sie hier (PDF).

Weitere Materialen und Links zum Thema "LSBTI* und Flucht"
Die Kampagne "anders und gleich - Nur Respekt Wirkt" hat auf ihrer Homepage wichtige Infos zum Thema LSBTI* und Flucht zusammengetragen, zum Beispiel Informationen für LSBTI*-Geflüchtete, Informationen für Haupt- und Ehrenamtliche in der Geflüchteten-Hilfe, Informationen zu Fortbildung und Studien sowie weiteren hilfreiche Links. Mehr lesen Sie unter andersundgleich-nrw.de.

Arbeiterwohlfahrt und weitere Wohlfahrtsverbände: So wirkt Engagement. Ehrenamtsförderung in der Geflüchtetenarbeit. 2017
Die Broschüre gibt Einblick in die Praxis der Koordination und Qualifizierung von freiwillig Engagierten in der Geflüchtetenarbeit und skizziert dabei zentrale Herausforderungen und neue Entwicklungen. Dabei geht es auch um Partizipationschancen von Geflüchteten im Ehrenamt, um Tandem-Projekte, Sprachmittlungsprojekte und Konflikte zwischen der Abschiebepraxis und der ehrenamtlichen Begleitung von Geflüchteten. Die Broschüre entstand in dem Projekt »Koordinierung, Qualifizierung und Förderung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge«, das von mehreren Wohlfahrtsverbänden umgesetzt wird. Die Broschüre finden Sie hier (PDF).

Deutscher Volkshochschulverband & Learning Lab der Universität Duisburg-Essen: Online-Portal für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit. 2018
Unter dem Slogan "Wir gestalten Integration!" hat der Deutsche Volkshochschul-Verband gemeinsam mit dem Learning Lab der Universität Duisburg-Essen ein Online-Portal entwickelt, das sich speziell an Engagierte in der Geflüchtetenhilfe richtet, die Geflüchtete aktiv dabei unterstützen in Deutschland anzukommen und am Alltag teilzunehmen. Ausgehend von den Ergebnissen einer umfangreichen Bedarfsanalyse zu Beginn des Projektes, bündelt das Online-Portal wichtige Informationen und Unterstützungsmaterialien rund um die ehrenamtliche Geflüchtetenarbeit und möchte langfristig Möglichkeiten der Vernetzung unter den Ehrenamtlichen sowie zur Qualifizierung anbieten. Mit dabei sind Themen wie "Asylrecht", "Umgang mit Vorurteilen", "Meine Rollenfindung im Ehrenamt" und "Informationen zu den Herkunftsländern". Mehr finden Sie unter vhs-ehrenamtsportal.de.

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) et al.: Unter dem Schatten deiner Flügel. Wegweiser für die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen. 2015
Die Diakonie RWL hat gemeinsam mit den Evangelischen Kirchen von Rheinland, Westfalen und Lippe einen Wegweiser für die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen in NRW herausgegeben. Auf knapp 80 Seiten fasst die Broschüre einfach und verständlich wichtige Grundinformationen zusammen. Schwerpunkte sind die Rahmenbedingungen für Aufnahme, Unterbringung, soziale Versorgung und Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen in NRW sowie Fragen der Begleitung, Beratung und Unterstützung und des Zusammenspiels von ehrenamtlichem Engagement und Fachberatungsstellen. Nicht nur für Ehrenamtliche sondern auch für Angestellte in der sozialen Arbeit, die im Themenfeld Flüchtlinge keine Expert*innen sind, eine lohnenswerte Überblickslektüre. Die Druckversion ist zur Zeit vergriffen; den Download finden Sie hier (PDF).

Paritätischer Gesamtverband: Arbeitshilfe für Patenschafts-Vermittelnde, Pat*innen und Geflüchtete
In Kooperation mit dem Paritätischen Landesverband Berlin hat der Paritätische Gesamtverband die Broschüre "Patenschaften mit geflüchteten Menschen" veröffentlicht. Diese enthält Beiträge zu theoretischen Hintergründen, Praxiserfahrungen mit Patenschaften sowie Handlungsempfehlungen für die Praxis. Die Publikation richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die Patenschaften vermitteln, koordinieren und begleiten sowie an Patenschaftstandems selbst. Die Broschüre herunterladen können Sie unter der-paritaetische.de.

Kompetenzzentrum für Integration: Interreligiöser Kalender 2018
Wenig ist unangenehmer: Sie planen eine Veranstaltung für eine bestimmte Zielgruppe und wählen als Veranstaltungstermin einen Feiertag o.ä. einer Religion, die in Ihrer Zielgruppe eine große Bedeutung hat. Ein Blick in den interreligiösen Kalender vor der Veranstaltungsplanung hilft. Bestellen können Sie ihn unter kfi.nrw.de.

pro familia Nordrhein-Westfalen: Geflüchtete Familien besser erreichen. 2018
Gesundheitliche und psychosoziale Informations- und Beratungsangebote für Geflüchtete standen im Mittelpunkt eines Modellprojekts der pro familia Nordrhein-Westfalen. Ziel des Projektes war die Verbesserung der Gesundheit geflüchteter Menschen, vor allem im Bereich sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte. Ideen und Erfahrungen aus den letzten drei Jahren des Projektes sind nun in einer Handreichung zusammengefasst, die auch beispielhafte Hinweise auf nützliche Materialien, (Internet-)Angebote und Broschüren beinhaltet. Die Handreichungen beantwortet unter anderem folgende Fragen: Welche guten Beispiele aus der Praxis mit geflüchteten Familien gibt es? Wie gelingt eine aufsuchende Ansprache und Beratungsarbeit? Wie gestaltet sich die Arbeit mit Ehrenamtlichen? Und was brauchen Fachkräfte? Die Handreichung finden Sie hier (PDF).

Projekte im Themenfeld "HIV, STI, Sexuelle Gesundheit, Emanzipation" mit besonderem Schwerpunkt "Geflüchtete" oder "Migration" in NRW
Eine Liste regionaler und überregionaler Projekte im Themenfeld "HIV, STI, Sexuelle Gesundheit, Emanzipation" mit besonderem Schwerpunkt "Geflüchtete" oder "Migration" in Nordrhein-Westfalen finden Sie hier (PDF).

Projekte und Programme im Themenfeld Migration im Öffentlichen Gesundheitsdienst in NRW
Das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen hat eine Informationsplattform eingerichtet, die einen Überblick über kommunale Aktivitäten und Angebote in Nordrhein-Westfalen sowie Hinweise auf landes- und bundesweite Institutionen, Programme und Datenquellen gibt. Die Plattform richtet sich an Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Gesundheit, Gesundheitsförderung und Migration. Schwerpunkt und Kern der Seite sind die kommunalen Profile, die wichtige lokale Angebote und Aktivitäten auflisten. Die Informationsplattform finden Sie unter lzg.nrw.de.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration: Gesundheit und Integration. Ein Handbuch für Modelle guter Praxis. 2007
Gesundheit ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes, aktives Leben. Das gilt für Migrantinnen und Migranten genauso wie für alle anderen. Aber der Zugang zu Gesundheitseinrichtungen versteht sich nicht von selbst. Das Handbuch geht auf rund 40 konkrete Projekte ein, die Chancengleichheit im Gesundheitsbereich fördern. Die meisten Autorinnen und Autoren stellen neben den Gründen des Erfolgs auch die Schwierigkeiten dar, denen sie gegenüberstanden und wie sie diese überwunden haben. Lernen lässt sich aus beidem. Das Handbuch finden Sie hier (PDF).

Weitere Projektdatenbanken zu Projekten freier und öffentlicher Träger
Weitere Projektdatenbanken zu Projekten freier und öffentlicher Träger finden Sie hier.

Afrikanisches Gesundheits-& HIV Netzwerk in Deutschland (AGHNiD)
AGHNiD ist ein bundesweiter Zusammenschluss afrikanischer Communities, Personen und Einrichtungen, die sich für die Gesundheitsförderung und HIV-Prävention engagieren. Das Netzwerk will die HIV-Primärprävention in den Communities verankern und zum Abbau des HIV-Stigmas beitragen. Die Mitglieder von AGHNiD stammen vorwiegend aus Ländern Subsahara-Afrikas, beherrschen unterschiedliche Sprachen und sind bereits in lokalen Projekten der Gesundheitsförderung involviert. Sie vertreten insgesamt 14 Projekte, die Prävention für und mit afrikanischen Migrant*innen in Hamburg, München, Saarbrücken, Bremen, Essen, Berlin, Osnabrück, Wuppertal, Podsdam und Lübeck umsetzen. AGHNiD steht auch anderen Einrichtungen, die direkt mit und für Afrikaner*innen arbeiten, als Kooperationspartner zur Verfügung. Einen Flyer des Netzwerks finden Sie hier (PDF). Mehr lesen Sie unter hiv-migration.de.

Antidiskriminierungsbüros
In Nordrhein-Westfalen existieren mehrere Antidiskriminierungsbüros (ADBs), an die sich von rassistischer Diskriminierung Betroffene auf der Suche nach Unterstützung wenden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen und beraten Betroffene und geben Informationen über Handlungsmöglichkeiten. Wenn nötig, vermitteln sie auch an andere Beratungsstellen weiter. Die Adressen der zwölf ADBs in neun Städten finden Sie unter nrwgegendiskriminierung.de.

Behördenunabhängige Beratungsstellen und Initiativen für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen
Der Flüchtlingsrat NRW hat in seinem Netzheft 2018 Adressen der behördenunabhängigen Beratungsstellen und Initiativen für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen zusammengestellt. Im Netzheft finden Sie folgende Adressen: Übersicht zu den Beratungsstellen und Flüchtlingsinitiativen in NRW, Zentrale Ausländerbehörden, Psychosoziale Angebote für Flüchtlinge, Rückkehrberatungsstellen, Fachberatungsstellen für Opfer von Menschenhandel, Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Asyl in der Kirche, Flüchtlingsräte der Bundesländer. Das Netzheft 2018 finden Sie unter frnrw.de.

Bezirksregierung Arnsberg: Überblick über Aufgaben und Ansprechpartner*innen
Unter dem Titel "Integration ist unsere Mission" hat die Bezirksregierung Arnsberg jetzt ein Handbuch für Kommunen, ehrenamtlich Engagierte, die Wirtschaft und weitere Zielgruppen veröffentlicht. Die 69-seitige Broschüre bietet einen ersten Überblick über die Zuständigkeiten und Ansprechpartner*innen der Bezirksregierung im Integrationskontext, von Informations- und Beratungsangeboten, über Förderprogramme und Qualifizierungsmöglichkeiten bis hin zur Anerkennung von Bildungsabschlüssen. Die Broschüre finden Sie hier (PDF) und unter kfi.nrw.de.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Projektdatenbank des BAMF
Das BAMF fördert jährlich bundesweit eine Vielzahl an Projekten zur gesellschaftlichen und sozialen Integration. Eine neue interaktive Landkarte verrät nun auf einen Klick, an welchen Orten Integrationsprojekte mit Fördermitteln unterstützt werden. Interessierte können dabei nicht nur die Standorte der derzeit geförderten Projekte aufrufen, sondern auch gezielt Hintergrundinformationen einholen. Wer sich durch die einzelnen Orte der interaktiven Landkarte klickt, gelangt auf Projektlisten, die anschaulich einen Überblick über Projektthema, -ort und -art geben. Darüber hinaus sind Namen und Adressen der einzelnen Projektträger über die interaktive Karte abrufbar. Aktualisiert wird der Projektatlas jedes Quartal. Mehr finden Sie unter bamf.de.

Clearingstellen zur Gesundheitsversorgung für Zuwandernde
Seit Mitte 2016 werden im Rahmen eines dreijährigen Modellprojektes in landesweit fünf Clearingstellen Menschen beraten und unterstützt, um ihnen einen Zugang zu unserem System der Gesundheitsversorgung zu öffnen. Häufig geht es dabei um ihre Absicherung über eine Krankenversicherung oder die Klärung einer anderen Kostenübernahme. Denn: Für zugewanderte Menschen mit ungeklärtem Versicherungsstatus oder Personen, die aus anderen EU-Ländern oder Drittstaaten einreisen, ergeben sich immer wieder Probleme bei der medizinischen Versorgung, weil keine Krankenversicherung vorliegt oder unklar ist, wer die Kosten trägt. Die Standorte der Clearingstellen sind in den folgenden Städten: Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Köln und Münster. Die Adressen und Ansprechpartner*innen finden Sie unter mags.nrw.

Deutsche Medibüros, Medinetze und Medizinischen Flüchtlingshilfen
In acht Städten Nordrhein-Westfalens gibt es  Anlaufstellen für Menschen, die sonst keinen Zugang zum Gesundheitswesen finden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Stellen vermitteln die Patientinnen und Patienten an ärztliche und psychotherapeutische Praxen und andere Strukturen der Versorgung. Die Homepage der Deutschen Medibüros, Medinetze und Medizinischen Flüchtlingshilfen finden Sie unter medibueros.org.

Deutsches Institut für Urbanistik: Online-Wegweiser zu Flüchtlingen und Asyl
Das Deutsche Institut für Urbanistik hat Anfang November 2015 einen Online-Wegweiser zum Thema "Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen" veröffentlicht. Der Wegweiser dient als Sammelstelle von Links zu Internetseiten, die für die Recherche über das Thema wichtige Informationen bereitstellen. Diese sind in verschiedene Themengebiete gegliedert, wie Unterbringung, Mobilität, Bildung oder Arbeitsmarktintegration; das Themengebiet Gesundheit ist im November 2015 noch nicht enthalten. Es werden auch Informationsmöglichkeiten von Kommunen für bestimmte Zielgruppen aufgelistet, die für die Kommunikation mit Flüchtlingen und Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden können. Zudem werden auch Informationen für Engagierte und Interessierte bereitgestellt sowie auf Veranstaltungen, Publikationen und Forschungsprojekte rund um das Thema hingewiesen. Das Angebot wird fortlaufend aktualisiert und erweitert. Mehr lesen Sie unter difu.de.

Flüchtlingsrat NRW
Der Flüchtlingsrat Nordrhein-Westfalen e.V. ist ein offenes und unabhängiges Netzwerk von Asylarbeitskreisen, Flüchtlingsinitiativen und -räten, Selbstorganisationen und Einzelpersonen. Er engagiert sich für die Rechte von Flüchtlingen und Menschen mit prekärem Aufenthalt und tritt gegen Rassismus ein. Den Flüchtlingsrat NRW finden Sie unter frnrw.de.

Hilfetelefon "Schwangere in Not" - 0800 4040020
Schwangere geflüchtete Frauen sind eine besondere schutzbedürftige Gruppe. Das Bundesfamilienministerium bietet für Schwangere eine Hilfetelefon mit erfahrenen Beraterinnen rund um die Uhr an. Es ist kostenlos, barrierefrei und mehrsprachig. Auch die dazugehörige Homepage mit Hilfeangeboten vor Ort ist in zwölf Sprachen angelegt. Die Telefonnummer des Hilfetelefons lautet 0800 4040020.

Integrationsagenturen
Ziel der Arbeit der Integrationsagenturen ist die Herstellung von Chancengerechtigkeit für alle Menschen mit Blick auf die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt und auf die besonderen Bedingungen von benachteiligten Gruppen. Grundlage der Arbeit der Integrationsagenturen liegt im Erkennen von Integrationschancen und -problemen. In Kooperation mit freien und öffentlichen Trägern sowie mit Migrantenselbstorganisationen werden Förder- bzw. Lösungsmöglichkeiten in vier Aufgabenfeldern erarbeitet: Interkulturelle Öffnung von Diensten und Einrichtungen, sozialraumorientierte Arbeit, Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements von und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Antidiskriminierungsarbeit. Seit 2014 fördert das Land NRW auch eine Integrationsagentur für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und lesbischer, schwuler, trans- oder bisexueller Orientierung mit Sitz im rubicon. Köln. Weitere Integrationsagenturen in Ihrer Nähe finden Sie unter integrationsagenturen-nrw.de.

Integrationsräte in Städten und Gemeinden
Die Integrationsräte sind die politischen Repräsentationsgremien der Migrantinnen und Migranten in NRW auf kommunaler Ebene und werden von ihnen gewählt. Sie bilden die politische Vertretung der Menschen mit Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen und sind zugleich auch die Expertengremien für das Thema Integration in den Gemeinden. Die Integrationsräte aus den Städten und Gemeinden finden Sie unter landesintegrationsrat-nrw.de.

Kommunale Integrationszentren
Die Kommunalen Integrationszentren sind Einrichtungen der Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Ein Schwerpunkt der Kommunalen Integrationszentren liegt darin, Integrationsarbeit als Querschnittsaufgabe auszugestalten und den Fokus Integration als selbstverständliches Prinzip in die Aufgabengestaltung der Regelsysteme zu etablieren. Hierbei kommen prinzipiell alle Handlungsfelder der kommunalen Integrationsarbeit in Betracht, z.B. Arbeit, Wirtschaft, Sport, Kultur, Gesundheit. Das Kommunale Integrationszentrum in Ihrer Stadt oder Ihrem Kreis finden Sie inklusive Kontaktdaten und Sog. Steckbriefe zu den Arbeitsschwerpunkten unter kommunale-integrationszentren-nrw.de.

Netzwerk psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer
Die Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (PSZ) bieten Psychotherapie, Beratung, Sozialarbeit für Flüchtlinge, die durch Verfolgung, Folter, Haft, Krieg und durch die Flucht traumatisiert sind oder die psychisch erkrankt sind. Für alle, die beruflich oder ehrenamtlich mit Flüchtlingen zu tun haben, bieten die PSZ Informationen, Fachberatung, Fortbildungen und manche auch Supervision. Das Netzwerk finden Sie unter psz-nrw.de.

Refugee Law Clinic Cologne
Die Refugee Law Clinic Cologne ist ein Verein, der von Kölner Jurastudent*innen gegründet wurde und Migrant*innen, insbesondere Flüchtlinge und Asylbewerber*innen unterstützt. Der Verein bietet eine kostenfreie Rechtsberatung und sonstige Hilfeleistungen an, zum Beispiel begleitet er Hilfesuchende bei Behördengängen. Dabei arbeitet er mit Rechtsanwält*innen und anderen Expert*innen aus dem Bereich des Migrationsrechts zusammen. Mehr lesen Sie unter lawcliniccologne.com.

Ist Ihre Einrichtung als Kooperationspartner für andere im Bereich Integration tätigen Einrichtungen interessant? Tragen Sie sich in die Datenbank Integration NRW ein!
Das Kompetenzzentrum für Integration in NRW bei der Bezirksregierung Arnsberg führt eine Datenbank für Integrationsprojekte. Ziel ist es, Transparenz über die zahlreiche Maßnahmen zur sozialen und beruflichen Integration für verschiedene Zielgruppen im Land herzustellen. Um Transfers von Wissen und Erfahrung und die Vernetzung für alle Interessierten zu ermöglichen, setzt sich das Kompetenzzentrum für Integration zum Ziel, die Projekte zentral zu erfassen, zu veröffentlichen und fortlaufend zu aktualisieren. Die Projektdatenbank NRW dient sowohl als Archiv als auch als aktuelles Forum für Wissen und Aktivitäten. Helfen Sie dabei! Melden Sie Ihr Integrationsprojekt an. Anmelden können Sie Ihr Projekt oder Ihre Einrichtung unter kfi.nrw.de.

Bezirksregierung Arnsberg: Landesförderung leicht gemacht. Ein Leitfaden für MigrantInnenselbstorganisationen. 2018
Die Bezirksregierung Arnsberg hat sich zum Ziel gesetzt, bürokratische Hürden auch bei der Förderung und Unterstützung von MigrantInnenselbstorganisationen abzubauen – überall dort, wo dies haushalts- und förderrechtlich möglich ist. In der Broschüre zeigt die Bezirksregierung auf, wie die Antragstellung funktioniert. Die Erläuterungen erfolgen am konkreten Beispiel der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Selbstorganisationen von Migrantinnen und Migranten; es werden aber auch grundsätzliche Abläufe erläutert. Die Druckfassung kann per E-Mail beim Kompetenzzentrum für Integration der Bezirksregierung bestellt werden; zum Download finden Sie sie unter kfi.nrw.de.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Förderung von Integrationsprojekten im Förderjahr 2019
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) fördert im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Projekte zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwander*innen. Gemäß den Förderrichtlinien sind Verbände, Vertriebeneneinrichtungen, Kirchen, anerkannte Träger der politischen Bildung, Migrantenorganisationen, Kommunen und Einrichtungen, die in der Arbeit mit Zuwandendernden auf überregionaler, regionaler oder lokaler Ebene tätig sind, zur Antragstellung berechtigt. Formlose Anträge können bis einschließlich 15. Juni 2018 beim BAMF eingereicht werden. Mehr lesen Sie unter bamf.de.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Förderung von Schulungen ehrenamtlicher Multiplikator*innen
Bürgerschaftliches Engagement spielt bei der Integration von Zugewanderten eine bedeutende Rolle. Um Ehrenamtliche bei dieser Aufgabe bestmöglich zu unterstützen, braucht es auf ihren Bedarf abgestimmte Maßnahmen zur Professionalisierung. Das Bundesamt fördert daher im Auftrag des Bundesministerium des Innern (BMI) und des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ein- oder mehrtägige Multiplikatorenschulungen. Mehr lesen Sie unter bamf.de.

Bundesverband Deutscher Stiftungen: Stiftungen und Flüchtlingshilfe
Der Bundesverband Deutsche Stiftungen hat auf seiner Homepage eine Onlinesuche für Stiftungen erstellt. Die im Bereich "Geflüchtete" tätigen Stiftungen können Sie finden unter stiftungen.org.

Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): Fördermittel für Flüchtlings- und Integrationsprojekte
Eine Vielzahl von öffentlichen und privaten Institutionen stellt Gelder zur Unterstützung von Flüchtlings- und Integrationsprojekten zur Verfügung. Die bpb stellt einige Geldgeber und Programme auf EU-, Bundes- Landes- und kommunaler Ebene sowie Online-Plattformen für Geld-, Sach- und Zeitspenden vor. Eine Liste mit Erstellungsdatum 3. März 2016 finden Sie hier (PDF). Online finden Sie die Liste unter bpb.de.

Deutsche AIDS-Stiftung: Projektförderung (u.a. Sprach- und Integrationsmittlung)
Deutsche AIDS-Stiftung
Münsterstraße 18
53111 Bonn
Tel. 0228 604690
E-Mail: info@aids-stiftung.de
Homepage: aids-stiftung.de

Flüchtlingsrat NRW: Kooperations- und Fördermöglichkeiten für flüchtlingspolitische Veranstaltungen und Projekte, 2018
In dieser Broschüre des Flüchtlingsrates NRW werden verschiedene Institutionen vorgestellt, die für eine finanzielle Unterstützung von Projekten und Veranstaltungen zu flüchtlingspolitischen Themen angefragt werden können. Die Broschüre finden Sie hier (PDF).

Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und Andreas-Mohn-Stiftung: Ability4refugees – Börse für Hilfsmittel wie Rollstühle, Gehhilfen oder Hörgeräte
In Deutschland ist es für geflüchtete Menschen mit Behinderung oft schwer, geeignete Hilfsmittel wie Rollstühle, Gehhilfen oder Hörgeräte zu bekommen. Das Gesetz sieht in der Regel nur eine akute medizinische Versorgung vor. Ability4refugees will deshalb Hilfsmittel für behinderte Geflüchtete vermitteln. Hier können Leute ihre nicht mehr benötigten Hilfsmittel einstellen und vor allem Geflüchtete, die Hilfsmittel benötigen, ihre Anliegen veröffentlichen. Die Hilfsmittel müssen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ability4refugees finden Sie auf deutsch und englisch unter ability4refugees.de.

Kompetenzzentrum für Integration: Verschiedene Förderungen
Das Kompetenzzentrum für Integration bei der Bezirksregierung Arnsberg begleitet viele Förderprogramme des Landes, z.B. "Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe", "Förderung von Migrantenselbstorganisationen", "Einwanderung gestalten NRW" und "KOMM-AN NRW". Alle Informationen, auch zur Förderung von Einzelprojekten (z.B. Fachtagungen zu integrativen Themen, Druck von (mehrsprachigem) Informationsmaterial) finden Sie unter kfi.nrw.de.

Land NRW: KOMM-AN NRW
Das Land Nordrhein-Westfalen stellt Kommunen und Trägern der Freien Wohlfahrtspflege 2018 insgesamt 13,4 Millionen Euro zur Fortsetzung des Landesprogramms KOMM-AN zur Verfügung. Mit dem Programm wird geflüchteten Menschen Orientierung, Unterstützung und Hilfe in ihrem neuen sozialen Umfeld angeboten. Ab 2018 soll nun auch die Unterstützung weitererer Zielgruppen förderfähig sein, zum Beispiel für Neuzugewanderte aus der Europäischen Union oder für Menschen, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Nordrhein-Westfalen kommen. Mehr über die Förderrichtlinie lesen Sie unter recht.nrw.de. Antragstellende sind Kreise und kreisfreie Städte, welche die Mittel in Abstimmung mit den jeweiligen kreisangehörigen Kommunen sowie den Akteur*innen vor Ort an Durchführungsträger weiterleiten können. An Fördermitteln interessierte Durchführungsträger (z.B. Vereine, Einrichtungen, Ehrenamtliche) wenden sich daher bitte direkt an die Kommunalen Integrationszentren der kreisfreien Städte sowie der Kreise. Im Programmteil II (Bedarfsorientierte Maßnahmen vor Ort) können folgende Bausteine gefördert werden: Renovierung, der Ausstattung und des Betriebs von Ankommenstreffpunkten, Maßnahmen des Zusammenkommens, der Orientierung und Begleitung, Maßnahmen zur Informations- und Wissensvermittlung, Maßnahmen zur Qualifizierung von ehrenamtlich Tätigen und der Begleitung ihrer Arbeit. Die Anträge der Kommunen mit einem Kommunalen Integrationszentrum sind für das Jahr 2018 bis zum 2. März 2018 schriftlich an die Bezirksregierung Arnsberg zu stellen. Weitere Informationen zur Förderung bedarfsorientierter Maßnahmen vor Ort, inklusive des Antragsvordrucks finden Sie unter kfi.nrw.de.

Land NRW: Beratung und Unterstützung von Gewalt betroffenen traumatisierten Flüchtlingsfrauen
Das Land Nordrhein-Westfalen will mit unterschiedlichen Maßnahmen die Hilfen für Flüchtlinge verbessern. Bei den verschiedenen Hilfeangeboten stehen auch besonders schützenswerte Zielgruppen im Focus. Eine dieser Zielgruppen sind traumatisierte Flüchtlingsfrauen.
Im Haushaltsjahr 2015 standen erstmals Mittel i.H.v. 900.000 Euro zur Verfügung, die für Beratung und Unterstützung von Gewalt betroffenen, traumatisierten weiblichen Flüchtlingen vorgesehen waren. Die Mittel werden im Rahmen eines Förderprogramms verausgabt, das aus mehreren Elementen besteht. Den größten Anteil nehmen dabei Projektförderungen ein, die sich auf folgende Maßnahmen beziehen: Sensibilisierung und Schulung von Personen, die im professionellen Kontext mit Flüchtlingsfrauen befasst sind, Sensibilisierung und Schulung von Ehrenamtlichen und Supervision, niedrigschwellige Begleitung und Betreuung von traumatisierten Flüchtlingsfrauen. Gefördert werden Maßnahmepakete von Einrichtungen der örtlichen, fachlich geeigneten Beratungs- und Hilfestruktur wie z.B. Frauenhilfeeinrichtungen oder Einrichtungen der Flüchtlingshilfe wie Psychosoziale Zentren, die vor Ort Hilfen für traumatisierte Flüchtlingsfrauen anbieten, über die notwendigen Kenntnisse für die Betreuung und Beratung vontraumatisierten Flüchtlingsfrauen verfügen, und ihre Angebote mit den Organisationen, die vor Ort Hilfen für Flüchtlinge anbieten, abstimmen. Das Förderkonzept und das Antragsformular finden Sie unter mhkbg.nrw.

Vorhof, Friederike: Integration und Flüchtlingshilfe fördern lassen, 2017
Friederike Vorhof vom Fördermittelbüro hat ein Buch geschrieben, das all jenen, die sich für eine gelungene Integration in unsere Gesellschaft engagieren, kostenfrei zur Verfügung stehen soll. Sie will diese Menschen mit ihrem beruflichen Wissen als Beraterin für Förder- und Drittmittel unterstützen. In dem Buch sind eine Vielzahl von Stiftungen und Fonds aufgeführt, die sich der Flüchtlingsthematik und Integration annehmen und fördernd oder zumindest zum Teil fördernd tätig sind. Das Buch finden Sie zum Download unter foerdermittelbuero.de.

Projekt "Qualifizierung in der Flüchtlingsberatung" der GGUA Flüchtlingshilfe (Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V.)
Das Projekt Q bietet bundesweit Fortbildungen, Schulungen und Seminare für haupt- und ehrenamtliche Beraterinnen und Berater an. Darüber hinaus sind in einer Online-Infothek viele Arbeitshilfen zum Thema zu finden. Das Projekt Q wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Paritätischen Wohlfahrtsverband und den Europäischen Flüchtlingsfonds. Mehr finden Sie unter einwanderer.net.

Deutsche AIDS-Hilfe: Rundreisen zum Themenfeld Migration
Die ein- oder zweitägigen Seminare der Rundreise dienen dazu, die Beratungskompetenz von Mitarbeiter*innen aus AIDS-Hilfen und kooperierenden Organisationen im Feld "HIV und Migration" zu stärken und die regionale Vernetzung der AIDS-Hilfen mit Gesundheitsämtern, Sexualberatungsstellen und Einrichtungen für Sexarbeiter*innen, Drogengebrauchende und Migrationsarbeit zu fördern. 2018 fokussiert die Rundreise auf folgende Themen: Asyl-, EU und Sozialrecht, Sozialrecht und Migration, Diversity (Basistraining)/Interkulturelle Kommunikation, Critical Whiteness sowie auf Migration, Flucht, Trauma und Sucht. Auf Wunsch können auch partizipative Methoden der Bedarfsbestimmung, "Community Mapping" und "Photovoice", oder medizinische Themen behandelt werden. Die Ankündigung finden Sie unter aidshilfe.de.

Bitte beachten Sie auch die Fortbildungsangebote der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen, der Paritätischen Akademie NRW und der Deutschen AIDS-Hilfe.

Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Internetpräsenz "Asyl und Flüchtlingsschutz"
Die 2016 neu konzipierte Themenseite "Asyl und Flüchtlingsschutz" des BAMF informiert über wichtige Aspekte des deutschen Asylverfahrens. Dabei werden der Ablauf der persönlichen Anhörung, die einzelnen Schritte der Entscheidungsfindung sowie die Folgen der Entscheidung dargestellt. Die Texte sind auf Deutsch und Englisch vorhanden. Die Themenseite finden Sie unter bamf.de.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) & United Nations Children’s Fund (UNICEF): Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften. 2017
Im Rahmen der „Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“, die im Frühjahr 2016 gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und UNICEF ins Leben gerufen wurde, haben das BMFSFJ und UNICEF überarbeitete sowie erweiterte "Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften" herausgegeben. Die unter der fachlichen Beteiligung von vielen Partner*innen, erarbeitete Neuauflage erweitert den Fokus auf besonders schutzbedürftige Personengruppen, wie Kinder, Jugendliche und Frauen, und enthält erstmals auch Leitlinien zum Schutz von geflüchteten Menschen mit Behinderungen und LSBTI* Geflüchteten. Die Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften finden Sie hier (PDF).

Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK): Ratgeber für Flüchtlingshelfer. 2016
Der BPtK-Ratgeber "Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen" richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die wissen möchten, wie sich traumatische Erkrankungen bemerkbar machen und wie sie mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen umgehen können, die Schreckliches erlebt haben. Den Ratgeber finden Sie hier (PDF).

Der Paritätische (Ed.): Grundlagen des Asylverfahrens. Eine Arbeitshilfe für Beraterinnen und Berater. 4. Auflage. 2016
Sicherlich sind Beratungsstellen zu HIV und STI nicht der richtige Ort für die Beratung zu Asylverfahren. Trotzdem ergeben sich vielleicht Situationen, in denen man sich gerne über den grundsätzlichen Verfahrensgang informieren möchte. Ziel der Arbeitshilfe ist es, einen kompakten Überblick über die rechtlichen Grundlagen des Asylverfahrens zu geben. Sie richtet sich an alle, die Geflüchtete vor, während oder auch nach Abschluss des Asylverfahrens beraten. Mit dieser aktualisierten 4. Auflage werden die zahlreichen rechtlichen Änderungen, die seit November 2015 Einzug ins deutsche Asylverfahrensrecht gefunden haben, berücksichtigt, inklusive der umfangreichen Änderungen durch die sogenannten Asylpakete I-II und dem Integrationsgesetz, welches am 6. August 2016 in Kraft getreten ist. Die Arbeitshilfe finden Sie hier (PDF).

Frauenhauskoordinierung: Basisinformation zum Aufenthalts- und Flüchtlingsrecht. Mai 2016
Für Frauenhäuser und Beratungsstellen stehen Schutz, Zuflucht und Hilfe für alle von Gewalt betroffenen Frauen im Vordergrund. Sie bieten Beratung und Schutz vor weiterer Gewalt und helfen, die Folgen von Gewalt und Missbrauch zu überwinden und ein gewaltfreies Leben zu führen. Die hohe Anzahl von geflüchteten Frauen, Sprachprobleme und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit während des Asylverfahrens sowie unklare Informationen über vorhandene Leistungen für die Frauen stellen die Arbeit des Hilfesystems vor neue Herausforderungen. Eine neue Handreichung der Frauenhauskoordinierung e.V. gibt einen ersten Überblick über Fragen und Abläufe des Asylverfahrens. Die Handreichung finden Sie hier (PDF).

Informationsverbund Asyl und Migration: Arbeitshilfen zum Aufenthalts- und Flüchtlingsrecht - Basisinformationen für die Beratungspraxis
Die Basisinformationen bieten einen Überblick zum einzelnen Themen des Aufenthalts- und Flüchtlingsrechts (z.B. Asylverfahren in Deutschland, Rechte und Pflichten von Asylsuchenden). Sie sind besonders für Personen gedacht, die keine Fachleute auf dem Gebiet des Flüchtlings- und Migrationsrechts sind. Die Basisinformationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen selbstverständlich keine qualifizierte Beratung. Die Basisinformationen finden Sie unter asyl.net.

Kölner Flüchtlingsrat u.a.: Film "Asyl in Deutschland - Die Anhörung". 2016
Der Kölner Flüchtlingsrat hat gemeinsam mit Filmproduktionen und Filmschaffenden ein Video produziert, in dem wichtige Informationen zur Anhörung im Asylverfahren vermittelt werden. Die Film- und Medienstiftung NRW hat das Projekt unterstützt. In dem Video werden kurze Informationen zum Asylrecht und wichtige Tipps für die Anhörung anschaulich dargestellt; aktuell (August 2016) es in 13 Sprachen abrufbar. Das Video finden Sie unter asylindeutschland.de.

medico international & Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: Warum Menschen fliehen: Dossier zu Ursachen von Flucht und Migration. Mai 2016
Der Begriff "Flüchtlingskrise" prägt aktuell die politische Debatte in Deutschland und Europa. Dabei führt er leicht in die Irre, weil er weitesgehend die Ursachen von Flucht und Migration ausblendet. Laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen sind etwa 60 Millionen vertriebene Menschen auf der Flucht. Aber warum fliehen Menschen? Das Dossier macht deutlich, dass jeder 122. Mensch auf der Welt sein Zuhause unfreiwillig verlassen muss. Neben der Tatsache, dass in fast jedem siebten Land der Erde Krieg herrscht und in mindestens drei von fünf Ländern Menschen gefoltert oder misshandelt werden, spielen auch Armut und Klimawandel eine wesentliche eine Rolle. Die Urheber möchten mit ihrer Broschüre zu einer informierten und reflektierten Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und Migration beitragen. Die Onlineversion finden Sie hier (PDF) oder unter medico.de.

Robert Koch-Institut: Studie mit HIV- und STI-Testangebot bei und mit in Deutschland lebenden Migrant*innen aus Subsahara-Afrika (kurz: MiSSA-Studie). 2017
Die MiSSA-Studie wurde zwischen 2014 und 2017 durchgeführt. Migrant*innen aus Subsahara-Afrika wurden in sechs Städten Deutschlands zu Wissen, Einstellungen, Verhalten und Praktiken in Bezug auf HIV, virale Hepatitiden und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) befragt. 3.040 Fragebogen konnten in die Auswertungen einbezogen werden. Die sechs häufigsten Geburtsländer der Teilnehmer*innen waren Ghana, Nigeria, Kamerun, Deutschland, Togo und Kenia. An der Studie waren eine Vielzahl von Akteur*innen beteiligt: Neben Aidshilfen und anderen freien Trägern, Gesundheitsämtern, Wissenschaftler*innen und Schwerpunktärzt*innen vor allen Vertreter*innen aus verschiedenen afrikanischen Communities in Deutschland, die die Studie partizipativ begleitet haben und darüber hinaus als Peer Researcher tätig wurden. Mehr lesen Sie unter rki.de.

Robert Koch-Institut: Studie zur Inanspruchnahme von HIV- und STI-Testangeboten durch Migrantinnen und Migranten in Deutschland (MiTest-Studie). 2016
Die MiTest-Studie gibt einen Einblick, wie gut Migrantinnen und Migranten das Angebot der HIV- und STI-Test- und Beratungslandschaft in Deutschland in Anspruch nehmen. Erhoben wurde die Sicht der anbietenden Akteurinnen und Akteure (Test- und Beratungsstellen, Schwerpunktpraxen und Beratungsstellen für Migrantinnen und Migranten). Dazu wurden Fokusgruppendiskussionen mit Expertinnen und Experten aus diesen Einrichtungen durchgeführt, die Praxiserfahrungen zu Barrieren, Herausforderungen und Lösungsansätzen diskutierten. Ergänzt wurde diese qualitative Methode mit einem quantitativen Fragebogen zur Erhebung von Informationen zur aktuellen Testpraxis teilnehmender Einrichtungen. In einem abschließenden Workshop wurden gemeinschaftlich praxisrelevante Empfehlungen für einen optimierten Zugang zu HIV- und STI-Testangeboten entwickelt. Den Abschlussbericht der MiTest-Studie finden Sie hier (PDF).

Informationsplattform "Infopool Flüchtlinge"
Der "Infopool Flüchtlinge“ ist ein Angebot des Kompetenzzentrums für Integration. Die Informationsplattform will den steigenden Informationsbedarf zum Thema Flucht und Integration in Nordrhein-Westfalen decken. Sie bündelt Informationen für Akteur*innen in der Integrationsarbeit sowie für interessierte Bürger*innen. Den Infopool finden Sie unter kfi.nrw.de.

Website der Bezirksregierung Arnsberg
Eine Vielzahl von Informationen zu gesetzlichen Regelungen, Zuständigkeiten und Strukturen finden Sie im Bereich "Integration, Migration" der Homepage der Bezirksregierung Arnsberg unter bezreg-arnsberg.nrw.de.