Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Empfehlungen

Foto: zettberlin, photocase.deWesentliche Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW sind die Entwicklung fachlicher Lösungsansätze für die Handlungsfelder der HIV/AIDS-Prävention und die Erarbeitung von Empfehlungen für Fortentwicklungen der regionalen bzw. örtlichen und landesweiten AIDS-Präventions- und Hilfestrukturen.


Empfehlungen zur HIV-Sekundärprävention: Schwerpunkt "Spätdiagnosen"

Wissenschaftlich gilt es als eindeutig nachgewiesen, dass Menschen mit HIV von einer frühzeitigen antiretrovirale Therapie wesentliche Vorteile haben:

  • Das Risiko schwerwiegender Erkrankungen sinkt deutlich.
  • Ebenso verringert sich die Sterblichkeit erheblich.
  • Unter einer frühzeitigen Behandlung kommt es zudem seltener zu einer Reihe von schweren bakteriellen Infektionen.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW den Akteur*innen der HIV/AIDS-Prävention, ihre Aktivitäten in den Feldern Information, Beratung, Test und Behandlung so auszurichten, dass die Anzahl der Spätdiagnosen gesenkt werden kann.

Die Empfehlungen zur HIV-Sekundärprävention, Schwerpunkt "Spätdiagnosen", finden Sie hier.


Sexualpädagogik als Grundlage einer zukunftsorientierten HIV-Prävention in Nordrhein-Westfalen

Mit der Beschreibung der wesentlichen Aspekte und Rahmenbedingungen für die sexualpädagogische Präventionsarbeit möchte die Arbeitsgemeinschaft den in diesem Bereich tätigen Akteurinnen und Akteuren sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vor Ort eine Orientierungshilfe geben und zur Transparenz gegenüber Entscheidungsträgerinnen und -trägern, Bildungseinrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürgern beitragen.

Die Arbeitsgemeinschaft empfiehlt allen in Nordrhein-Westfalen sexualpädagogisch Tätigen, das Grundsatzpapier als Arbeitsgrundlage zu nutzen.

Das Grundsatzpapier "Sexualpädagogik als Grundlage einer zukunftsorientierten HIV-Prävention in Nordrhein-Westfalen" finden Sie hier.

 

Stellungnahme zur Gesundheitsförderung und Versorgung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern und zur Einführung von Pflichtuntersuchungen

Seit einiger Zeit wird auf Bundesebene über die Ausrichtung der Überarbeitung des geltenden Prostitutionsgesetzes intensiv diskutiert. Die Arbeitsgemeinschaft hat dies 2014 zum Anlass genommen, zu der von einigen vorgeschlagenen Wiedereinführung der Untersuchungspflicht für Prostituierte Stellung zu nehmen.

Zwangsmaßnahmen führen aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft zu einer vermehrten Stigmatisierung und Ausgrenzung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern. Sie erschweren den Zugang zu Angeboten der Aufklärung, Beratung und Versorgung und sind daher kontraproduktiv.

Die Stellungnahme zur Gesundheitsförderung und Versorgung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern und zur Einführung von Pflichtuntersuchungen finden Sie hier.


Empfehlungen zur HIV-Prävention vor dem Hintergrund der Entwicklung der Syphilis in Nordrhein-Westfalen

Angesichts steigender Syphilis-Infektionszahlen in Nordrhein-Westfalen hat die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW im April 2013 „Empfehlungen zur HIV-Prävention vor dem Hintergrund der Entwicklung der Syphilis in Nordrhein-Westfalen“ veröffentlicht, die den aktuellen Wissenstand kurz zusammenfasst und Anregungen für die Bereiche Prävention, Beratung, Testung und Untersuchung gibt.

Die Arbeitsgemeinschaft will mit den Empfehlungen die Akteurinnen und Akteuren in den Kommunen und der Freien Trägerschaft bei der Weiterentwicklung von Angeboten unterstützen und ihnen eine Handreichung für den Präventions- und Beratungsalltag bieten.

Die Empfehlungen zur HIV-Prävention vor dem Hintergrund der Entwicklung der Syphilis in Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.


Konzept zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen | Schwerpunkt "Neuinfektionen minimieren"

Eine zentrale Arbeitsgrundlage der Arbeitsgemeinschaft ist das "Konzept zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention in NRW".

Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände (Städtetag NRW, Landkreistag NRW und Städte- und Gemeindebund NRW) und der Freien Wohlfahrtspflege NRW (Link) haben unter der Federführung des Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter zwischen August 2009 und Juli 2011 dieses gemeinsame Konzept zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention in NRW erstellt.

Das Konzept hat den Schwerpunkt "Neuinfektionen minimieren". Neben der Beschreibung der grundlegenden Ansätze der HIV/AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen fasst das Konzept bezogen auf verschiedene Zielgruppen den Handlungsbedarf zusammen und empfiehlt für die Zukunft besonders geeignete und erfolgversprechende Arbeitsansätze.

Ziel des Konzeptes ist, die Diskussion aller Akteurinnen und Akteure anzuregen und eine Orientierung für die Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen zu geben. Die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW wird diesen Weiterentwicklungsprozess auf Landesebene begleiten, in dem sie die landesweite fachlichen Diskussion über das Konzept anregt, Kooperationen der Akteure fördert und die Aktualität des Konzepten sichert.

Das Konzept zur Weiterentwicklung der HIV/AIDS-Prävention in Nordrhein-Westfalen finden Sie hier.