Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW

Dramatische HIV-Zahlen aus Russland

Bild: ECDC28. November 2017 - Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) meldet für 2016 160.453 HIV-Neudiagnosen aus 51 von 53 Ländern der WHO-Region Europa (Inzidenz: 18,2 pro 100.000 Einwohner*innen). Davon wurden 29.444 aus der Europäischen Union (EU) und dem Europäischen Wirtschaftsraum /EEA) gemeldet.


Dramatische Zahlen aus dem Osten der WHO-Region Europa

103.438 der oben genannten 160.453 Neudiagnosen wurden vom Zentrum für Prävention und Bekämpfung von AIDS der Russischen Föderation festgestellt.

Im Osten der WHO-Region Europa waren die Zahl der Neudiagnosen sowie die Inzidenzen (50,2 per 100.000) am höchsten; deutlich niedriger waren sie im Westen und der EU/EEA (6,2 bzw. 5,9 per 100.000). Die niedrigsten Inzidenzen fanden sich in der Mitte (2,9 per 100.000) der WHO-Region Europa.

Die Hauptinfektionswege unterschieden sich je nach Region. Sex zwischen Männern war der Hauptübertragungsweg in der EU/dem EEA. I.v. Drogenkonsum war im Osten der wichtigste Übertragungsweg.


Eine von zwei Diagnosen erfolgen bei fortgeschrittenem Immundefekt

Die Hälfte aller Diagnosen im Jahr 2016 erfolgte als Spätdiagnose (CD4-Zellzahl < 350 Zellen/μl). Bei 14.897 Menschen wurde 2016 AIDS diagnostiziert (Bericht aus 48 Ländern); die Inzidenz betrug 2,1 pro 100.000. Während die Zahl der AIDS-Fälle im Westen und in der EU/dem EEA stetig fällt, hat sie sich im Osten in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt.

Den HIV/AIDS-Surveillance-Report 2017 des ECDC mit den Daten des Jahres 2016 finden Sie unter ecdc.europa.eu.


Mehr zu HIV in NRW, Deutschland und der Welt sowie zur deutschen Welt-AIDS-Tags-Kampagne 2017 lesen Sie in unserem Spotlight Welt-AIDS-Tag.

 

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